Autofahrer sollten jetzt ganz besonders wachsam sein. imago/Rainer Droese

Deutlich früher als in vergangenen Jahren macht sich der Winter in unserer Region breit. Verantwortlich dafür ist Skandinavien-Tief „Andreas“, das allerdings inzwischen von einem umfangreichen System weiterer Tiefdruckgebiete flankiert wird und sich bis nach Norditalien ausdehnen wird. Die Höchsttemperaturen liegen nur noch knapp über der Null-Grad-Grenze. Das führt dazu, dass Niederschläge bis in die tiefen Lagen hinein als Schneeregen oder Schnee fallen.

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Bereits in mittleren Lagen kommt es zu winterlichen Verhältnissen. Erster Schnee fiel am Samstag im Erzgebirge: Bei minus fünf Grad fiel auf dem Fichtelberg eine vier Zentimeter zarte Decke. Schnee im Vogtland und Westerzgebirge hat aber derzeit nur geringe Chancen, liegenzubleiben. Die Schneegrenze liegt derzeit bei rund 400 Metern. Oberhalb dieser Schwelle kann der Schnee liegenbleiben.

Die Sonne macht sich am Sonnabend rar, nur noch im Südosten Brandenburgs erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) heitere Abschnitte. Bei Höchstwerten von gerade einmal zwei bis vier Grad wird es am Samstag etwas regnen, teils fallen die Niederschläge als Schneeregen bis in die Nacht hinein. Autofahrer sollten gut aufpassen, denn die Nachtwerte sacken auf bis zu minus drei Grad ab. Da können Straßen leicht spiegelglatt werden.

Berufsverkehr droht am Montagmorgen im Schneechaos zu versinken

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Am Sonntag ist es zwar überwiegend stark bewölkt, mit Niederschlägen rechnet der DWD allerdings nur vereinzelt nachmittags oder abends in der Prignitz als Regen oder Schneeregen. Die Höchstwerte erreichen nur noch zwei Grad. In der Nacht zu Montag sinken die Temperaturen auf bis zu minus zwei Grad. Aus stark bewölktem Himmel fällt leichter Schneeregen – und südlich von Berlin Schnee! Achtung: Es kann sehr glatt werden.

Im morgendlichen Berufsverkehr am Montag droht es chaotisch zu werden, denn viele Straßen werden noch überfroren sein, und es fällt weiter gelegentlich Schneeregen. Die Höchstwerte erreichen gerade einmal ein bis drei Grad. Schnee-Nachschub gibt es in der Nacht zu Dienstag, und bei Tiefstwerten bis zu minus drei Grad bleibt es örtlich glatt.

Regen gefriert auf spiegelglatter Fahrbahn

Auch der Dienstag startet winterlich mit etwas Schnee und Schneeregen. Doch in der zweiten Tageshälfte gehen die Niederschläge bei maximal vier Grad in Regen über. Zwar steigen die Höchstwerte zur Wochenmitte vorübergehend an, doch zunächst sacken die Temperaturen in der Nacht zu Mittwoch gefährlich in den Frostbereich ab. Der fallende Regen kann auf spiegelglatter Fahrbahn sofort gefrieren – höchste Vorsicht also! Dazu rechnet der DWD mit Windböen. Da kommt also einiges zusammen.

Und nun kommt’s: Zwar wird es in der zweiten Wochenhälfte zunächst milder, die Wettermodelle deuten aber zum kommenden Freitag erneut auf einen Wintereinbruch mit nennenswerten Niederschlägen. Der könnte eine Eintagsfliege bleiben, aber der Winter versucht’s offenbar mit allen Mitteln und auf allen Wegen.