In der kommenden Woche könnte es in einigen Regionen in Deutschland stürmisch werden. imago/Andreas Gora

Ein geflügeltes Wort von Karl Valentin lautet: Alle reden über das Wetter, aber keiner unternimmt etwas dagegen. Es passt wie nie zuvor, denn während uns Petrus schon im vergangenen Jahr allerlei Kapriolen bescherte, geht es auch in diesem Jahr richtig zur Sache. Noch vor einem Jahr freuten wir uns über beinahe unglaubliche Schneemengen, doch jetzt ist vom Winter keine Spur. Dafür soll es in der kommenden Woche gefährliche Stürme geben – das Chaos-Wetter ist für Überraschungen gut.

Wetter im Februar: Kommt der Winter noch einmal zu uns zurück?

Im Februar vergangenen Jahres jagte ein Wetter-Rekord den nächsten. Doch von den Schneemassen, die sogar die Berliner zum ausgelassenen Rodeln brachten, fehlt jede Spur. Für alle, die Schnee mögen, kommt jetzt der Winter-Schock: „Es wird in diesem Februar in den Niederungen, unterhalb von 500 Metern keine dauerhafte Schneedecke mehr geben und schon gar keinen Dauerfrost“, sagt Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net. „Bis Monatsende geht es für die Jahreszeit deutlich zu mild weiter.“

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Für den März deuten die Langfristwettermodelle laut Jung sogar schon Werte deutlich über 20 Grad an, Ende März vielleicht sogar schon 25 Grad. Also geraten die Jahreszeiten etwas durcheinander… „Das wäre dann schon der erste Sommertag“, sagt Jung.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

„Nachdem es gestern bis zu 15 Grad gegeben hatte, wäre das nicht so verwunderlich. Der Winter hat im Februar jedenfalls kaum noch eine Chance. Natürlich kann es auch im März und April nochmal einzelne kühle bis kalte Tage mit Schnee geben, derzeit ist da aber nichts in Sicht.“

Wetter verrückt: Das Sturmpotenzial über Westeuropa ist hoch!

Dafür wird es aber in der kommenden Woche spannend – denn Stürme stehen vor der Tür! „Das Sturmpotenzial über Westeuropa ist und bleibt hoch. Auch für Deutschland rechnen die Wettermodelle immer wieder mal mit einer stürmischen Wetterlage in der nächsten Woche“, sagt Jung. „Doch da verschiebt sich der Schwerpunkt von Berechnung zu Berechnung. Da müssen wir einfach noch abwarten, um genauere Details zu erhalten. Ungefährlich ist die Lage aber nicht, weil immer wieder mal schwere Sturmböen in den Prognosen für Deutschland auftauchen.“

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Vor Tagen gab es sogar Prognosen, die für die Nähe der britischen Inseln Hurrikan-Böen mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometern pro Stunde vorhersagten! Wie viel davon wirklich bei uns ankommen wird, ist aber unklar. Jung: „Die Lage in der kommenden Woche birgt viel Potenzial für schwere Stürme über ganz West- und Mitteleuropa. Der Jetstream verlagert sich nach Mitteleuropa und treibt die Westwetterlage voll an. Bekommen wir einen schweren Sturm? Das ist möglich, aber bei weitem noch nicht sicher.“