Wenn in der kommenden Woche eine Kaltfront nach Deutschland zieht, könnte das Wetter winterlich werden... Fotos: imago/Frank Sorge, wetter.net

Langsam könnte es etwas kälter werden, denn wir bewegen uns in großen Schritten auf die Weihnachtszeit zu. Aber: Momentan sind sich die Wettermodelle noch uneinig darüber, wie es denn nun im Winter aussehen wird. Die aktuellen Prognosen sagen vorher, dass uns im Durchschnitt ein Winter blüht, der etwas wärmer sein könnte als das Klimamittel. Das bedeutet aber nicht, dass es nicht punktuell eisig werden könnte – oder dass es Schneefälle gibt… Aber: Wie sieht es denn nun aus mit dem Winter? Meteorologe Dominik Jung klärt auf.

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„Die ersten Flocken hat es schon gegeben, aber eben nur in den Hochlagen. Oberhalb von 900 bis 1000 Metern gab es zum Teil zehn bis 20 regional, auch mehr als 30 Zentimeter Neuschnee“, erklärt Jung, Meteorologe bei wetter.net. „Aber wann gibt es eigentlich den ersten Schnee bis in die tiefen Lagen?“

Wetter im Winter: Kommt nächste Woche der große Kälte-Schock?

Es könnte noch einen Moment dauern: In der Höhe ist es ziemlich warm für die aktuelle Jahreszeit, erklärt Jung. „Am Freitag streift uns dann die kalte Höhenluft, kommt aber nicht nach Deutschland voran.“ Doch dann könne es richtig spannend werden. Am kommenden Montag schiebt sich nämlich eine Kaltluftfront nach Deutschland. „Temperaturen von minus 10 Grad in 1500 Metern Höhe – das würde uns richtige Kälte bringen und teilweise Schnee bis in die tiefen Lagen“, sagt Jung.

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Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

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Kommt jetzt die Polar-Peitsche? Es könne passieren, dass die Kälte an Deutschland vorbeizieht, die Ausläufer nur den Osten Deutschlands berühren. Denn: Laut Ensemble-Vorhersagen bleibt es eher mild. „Die Wahrscheinlichkeit ist aus aktueller Sicht relativ gering.“ Und auch Niederschlagssignale seien nicht in Sicht – es sieht also nicht danach aus, als gäbe es in der kommenden Woche 30 Zentimeter Neuschnee.

Wetter im Winter: Ein Hochdruckgebiet sorgt für eine ruhige Woche

Das aktuelle Wetter dreht sich übrigens um ein neues Hochdruckgebiet, das uns in der kompletten Woche ruhiges Novemberwetter beschert. „Und November heißt aber oft auch grau in grau.“ Es seien kaum Wolken da, trotzdem gebe es oftmals den ganzen Tag Dunst und Nebel.

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„Hier und da fällt aus den Wolken in Richtung Nordosten auch mal etwas Regen“, sagt Jung. Die Temperaturen pendeln sich bei rund neun bis zwölf Grad ein. Am Dienstag startet der Tag aber mit Bodenfrost in Teilen des Landes. „Also: empfindliche Pflanzen sollten wir jetzt besser reinholen oder anderweitig schützen“, sagt der Wetterfrosch. Dann kann es den ganzen Tag neblig bleiben – nur dort, wo sich die Sonne blicken lässt, wird sich der Dunst verziehen.

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