Bereits in den vergangenen Wochen gab es heftige Unwetter, auch in Berlin. Foto: Imago/Sabine Gudath

Der August ist da – und damit ein Monat, der bei Sommer-Fans noch einmal das Herz aufgehen lassen sollte. Denn normalerweise wird es da noch einmal richtig warm. Normalerweise. Denn was ist in Sachen Wetter in diesem Jahr schon normal? Gar nichts. Nach Bibber-Winter-Turbo-Frühling und der Horror-Flut wundert es nicht, dass es nun auch mit dem restlichen Sommer Probleme gibt. Denn: Der Monat soll laut Wetter-Experten deutlich zu kalt ausfallen – und viel Regen mitbringen.

Wetter-Experte: Der Juni war der drittwärmste der Geschichte

Der Sommer sei bisher sehr warm gewesen, sagt Wetter-Experte Dominik Jung in seiner aktuellen Prognose. „Die Fakten sind Glasklar: Der Juni 2021 war der drittwärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen – und auch der Juli war 1,4 Grad wärmer als das Klimamittel.“ Doch nun könne ein Kälteloch über Deutschland dem Hochsommer einen Dämpfer verpassen.

Schon am Wochenende ist das Wetter alles andere als hochsommerlich: „Heute Mittag wird es im ganzen Land wechselhaft, hier und da gibt es einzelne Schauer“, sagt Jung. Auch am Abend soll der Dauerregen in Teilen Deutschlands erhalten bleiben, regional kann es vor allem im Süden sogar zu neuen Überflutungen kommen, kündigt der Meteorologe an. Die Temperaturen liegen dieser Tage bei rund 20 bis 24 Grad.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

In der nächsten Woche geht es dann weniger sommerlich weiter: Bis Dienstag maximal 25 Grad, überall kräftige Regenschauer, „teilweise unwetterartig mit Starkregen, Sturmböen und Hagel – das volle Programm wird geboten“, warnt Jung. Auch am Mittwoch setzt sich das unbeständige Wetter fort.

„Und auch der Freitag schafft es mit Ach und Krach auf 23 bis 25 Grad.“ Teilweise fallen dazu im Laufe der Woche 50 bis 90 Liter Regen pro Quadratmeter. Vereinzelte Prognosen gehen sogar von sintflutartigen Regenfällen mit bis zu 140 Liter pro Quadratmeter in Ostdeutschland aus.

Und auch bis Mitte August sei kein Sommer in Sicht. Der Monat soll insgesamt rund zwei Grad kälter werden als das Klimamittel, zudem gibt es deutlich zu viel Regen. Die Unwetter- und Hochwassergefahr ist also auch noch nicht gebannt – „das müssen wir in den kommenden Tagen gut im Auge behalten“, sagt Dominik Jung.