Im vergangenen Winter konnten die Berliner Schneemänner bauen ohne Ende - doch wie wird es in diesem Jahr? Foto: imago images/Christian Spicker

Schon in den vergangenen Tagen überschlugen sich die Vorhersagen – immer schneller bewegen wir uns auf die Adventszeit zu, viele sehnen sich nach einem verschneiten Dezember. Und tatsächlich sah es so aus, als rolle eine Polarluft-Welle auf Deutschland zu. Vom Wintereinbruch Ende November war die Rede, von ersten Schneefällen. Doch jetzt muss Meteorologe Dominik Jung von wetter.net die Prognosen korrigieren. Was passiert denn nun Ende November – und hat es sich mit dem Winter endgültig erledigt?

Das Wetter im November: Kommt der Winter oder bleibt die Herbst-Wärme?

Das Problem: Laut Ensemblevorhersagen stehen nun genau dort, wo eigentlich der Winter kommen sollte, zwei Wärmeberge bevor, ein „Wärme-Busen“, sagt Meteorologe Dominik Jung. „Genau da wird es um den 20. November richtig warm in der Höhe, fünf bis sieben Grad – und danach nähern wir uns den Mittelwerten“, sagt der Wetter-Experte. „Das heißt: Da ist eigentlich kein großer Ausreißer mit dabei. Das sieht aus nach völlig normalem Novemberwetter.“ Es gebe zwar einzelne Berechnungen, die nach oben und nach unten gehen. „Aber die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen“, sagt Jung.

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Und wo bleibt die Polarluft? Die kalten Luftmassen gibt es noch – allerdings scheinen sie gemäß einer anderen Prognose an Deutschland vorbeizuziehen, bleiben eher im Osten Europas.

„Wer den Winter sucht, würde nach aktuellem Stand hier fündig werden, weit weg von uns, eher in Richtung Russland. Da ist es richtig kalt – Temperaturen von minus 15 bis minus 18 Grad in 1500 Metern Höhe.“ Die Kälte bleibe uns aber fern, während sich Deutschland eher in milden Bereichen bewegt. „Also eher kein weißer Advent – so ist der aktuelle Stand.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Und wie wird das Wetter in der kommenden Woche? Aktuell ist das Tiefdruckgebiet „Torben“ weitergezogen – „jetzt kommt wieder hoher Luftdruck zu uns nach Deutschland, die Wetterlage wird also wieder ruhiger und auch trockener“, sagt Jung. Am Sonntag gab es am Morgen zwar noch dicken Dunst und Nebel, doch im Laufe des Tages sollen die Wolken überall dünner werden. „Hier und da kann sich nach Norden sogar mal die Sonne durchsetzen“, sagt Jung. „Die Höchsttemperaturen steigen heute Nachmittag auf elf bis dreizehn Grad.“

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Wetter kommende Woche: Die Woche startet mit Bodenfrost und Glätte

Der Montag startet dann kühl mit zwei bis sechs Grad – es könne auch Bodenfrost und gefrierende Nässe auf den Straßen geben. „Hier also etwas mehr Zeit für den Weg zur Arbeit einplanen“, rät der Wetterfrosch.

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Bis auf viel Nebel und Dunst bleibe es dann aber ruhig, die Temperaturen klettern auf neun bis zwölf Grad. Und auch am Dienstag erwartet Deutschland leicht durchwachsenes Wetter. „Die Temperaturen steigen maximal auf neun bis zwölf Grad“, sagt Jung.