Wassernähe wird auch demnächst weiter sehr gefragt sein.
Wassernähe wird auch demnächst weiter sehr gefragt sein. dpa/Sylvia Lederer/XinHua

Bestimmt hat es jetzt auch schon der Letzte gemerkt: Der Sommer 2022 will mit aller Macht ein Rekordsommer werden – der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Auch wenn der Norden am Freitag erst einmal eine kleine Hitzepause nimmt, ganz im Süden Deutschlands ist es weiter bullig warm, und eine neue Hitze-Spitze ist auch für den Norden schon wieder vorhergesagt, was an einem neuen Heißluftvorstoß aus Südwesteuropa bzw. dem Mittelmeerraum liegt, der den Norden am Montag erwischen wird. Und wenn man den Meteorologen glauben darf, wird es in diesem Sommer nicht der letzte Vorstoß dieser Art sein. Gute Nachrichten also für Wärmeliebhaber.

Ganz schlechte Nachrichten allerdings für die Natur und alles, was damit zu tun hat: Kein Regen, schon gar kein ergiebiger Landregen in Sicht. Es ist viel zu trocken! Und was da manchmal aus einer einsamen Wolke fällt, ist weniger als der berühmte Tropfen auf den heißen Stein.

Azorenhoch blockt Tiefs – heiße Luft wird nach Norden gepumpt

Der Frühling 2022 war in ganz Deutschland zu trocken, der Juni war ebenfalls zu trocken, und der Juli hat sein Regensoll bisher erst zu knapp 28 Prozent erfüllt. Es ist mehr als fraglich, ob er es überhaupt auf 50 Prozent schaffen wird.

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Und wo bleibt der Regen, wird sich so mancher fragen? Nun, die Wetterlage ist seit Wochen eingefahren. Wir haben ein Hoch vor unserer Haustür über dem Atlantik liegen. Das hält uns alle Tiefs vom Atlantik fern. Daher bleibt auch der ergiebige Landregen aus. Zugleich gibt es immer wieder ein Tief nahe der Iberischen Halbinsel. Das wiederum pumpt die heiße Luft aus Nordafrika über Spanien und Frankreich zu uns nach Deutschland. Und an dieser Wetterkonstellation ändert sich nur wenig.

„Wir sind gefangen in einer Art Hochsommer-Dauerschleife, aus der es aktuell kein Entrinnen gibt. Diese Wetterlage könnte sich noch bis weit in den  August hinein halten und uns viel Hitze bringen und viel Trockenheit“, so Wetterexperte Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met (www.qmet.de), gegenüber dem Wetterportal wetter.net (www.wetter.net).

Am Wochenende setzt sich also das Sommerwetter vielerorts fort. Im Süden warm bis heiß, im Norden angenehmer. Zu Wochenbeginn dann wieder brütende Hitze, auch Höchstwerte nahe der 40-Grad-Marke sind wieder drin. Nach einer Abkühlung wird es auch zum nächsten Wochenende schon wieder deutlich wärmer bzw. heiß. Es reißt einfach nicht ab. Eine Hitze-Spitze folgt der nächsten, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung.

Das Wetter an den kommenden Tagen

Freitag: im Norden Wolken, sonst viel Sonnenschein, 20 bis 32 Grad

Sonnabend: 18 bis 29 Grad, im Nordosten Schauer und Gewitter, sonst viel Sonnenschein

Sonntag: 27 bis 34 Grad, viel Sonnenschein und zeitweise sehr warm bis heiß

Montag: 29 bis 38 Grad, im Südwesten auch nahe 40 Grad, viel Sonnenschein, später im Norden Gewitter

Dienstag: 24 bis 32 Grad, meist freundlich und trocken

Mittwoch: 20 bis 31 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, meist trocken

Donnerstag: 22 bis 32 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Freitag: 24 bis 34 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Sonnabend: 28 bis 35 Grad, sonnig, heiß und trocken