Dominik Jung zieht Winterbilanz. Imago/Ukrinform, Promo/Qmet

Dominik Jung gehört zu den zweifellos bekanntesten Wetter-Experten Deutschlands. Der Diplom-Meteorologe ist sehr aktiv, was die Kommunikation über unser Wetter angeht. Sei es per Newsletter, Twitter oder in Youtube-Videos, der 44-Jährige ist breit aufgestellt. Besonders, wenn es um die Warnung vor Unwettern geht, schnellt die Taktzahl seiner Wortmeldungen nochmal nach oben. Doch nun wirft Jung, dessen Spezialität die Zukunftsprognosen sind, mal einen Weg zurück – und schießt dabei gegen Kollegen.

Dominik Jung: So sehr war der Winter zu warm

In seinem neuesten Newsletter für wetter.net weist der Diplom-Meteorologe nämlich darauf hin, dass in der nächsten Woche, am 1. März, bereits der meteorologische Winter endet. Und erzieht Bilanz: Es ist ein deutlich zu warmer Winter gewesen. Momentan ist der Winter 2021/22 rund 3 Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990.

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Autsch! Auch, wenn viele von uns das durchaus im Gefühl gehabt haben dürften, sind diese deutlichen Zahlen durchaus ein Schlag ins Gesicht und reihen sich in zahlreiche Temperatur-Rekorde aus den letzten Jahren ein. Die Klimakrise wird auch hierzulande immer spürbarer.

Dominik Jung verteilt Breitseite gegen Kollegen

Doch bei dieser Information wollte Dominik Jung es nicht belassen. Er schrieb: „Wenn man bedenkt, dass hier und da im Vorfeld zu diesem Winter wieder von einigen ‚Wetterexperten‘ viel Schnee und Eis angekündigt worden ist, dann ging das mal wieder ordentlich daneben.“ Das Wort „Wetterexperten“ setzte er dabei in seinem Newsletter selbst in Anführungszeichen und verteilte damit eine ordentliche Breitseite. Wen der Meteorologe damit angesprochen wissen wollte, verriet er aber nicht.

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Richtig hingegen habe die Prognose des US-Wetterdienstes NOAA gelegen, erklärte Jung, der Geschäftsführer des Wetterdienstes Q.met ist, und verwies darauf, dass diese bereits im vergangenen September einen milden Winter vorausgesagt hatte. Darauf hatte im vergangenen Herbst auch Jung immer wieder Bezug genommen.