Wetter-Experte Dominik Jung warnt eindringlich vor dem ersten Herbststurm. Screenshot wetter.net

Seit Tagen warnt Wetter-Experte Dominik Jung beim Portal wetter.net vor dem ersten großen Herbststurm in Deutschland. Nun haben sich die Prognosen für die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag sogar noch einmal verschlimmert. Doch von offizieller Seite gibt es noch immer keine Warnung. Ein Unding, wie Dominik Jung findet.

Dominik Jung: Herbststurm kommt von Westen 

Denn laut dem Diplom-Meteorologen werden selbst in tiefsten Lagen orkanartige Böen von bis zu 110 km/h möglich sein. „Das Sturmsystem zieht von Westen auf, über Benelux und Frankreich. Auch dort werden Böen um 90 bis 110 km/h erwartet.“ Schon am Mittwochmorgen werden laut Jung erste Ausläufer des Sturms den Nordwesten Deutschalnds treffen. „An der Nordseeküste und insgesamt im Norden sind schon die ersten stürmischen Böen und auch Sturmböen möglich. Das geht dann den ganzen Mittwoch so vor sich hin, bis es in der Nacht auf Donnerstag aus Westen nochmal deutlich an Sturm zunimmt.“

Dann zieht der Sturm von Westen über das gesamte Land. Auch im Süden Deutschlands werden schwere Sturmböen möglich. „Wir sprechen von Böen bis 100 km/h. Vereinzelt sich sogar orkanartige Böen bis 110 km/h nicht ausgeschlossen. In den Hochlagen wie beispielsweise dem Harz sind auch Böen bis 140 oder 150 km/h möglich. Das ist volle Orkanstärke.“

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Vor diesem Hintergrund wundert sich der Wetter-Experte sehr, dass es noch keine offiziellen Sturmwarnungen gegeben habe. „Hoffentlich wird da niemand böse überrascht werden“, sagt er. „Dieses Thema hatten wir erst während der Flut Mitte Juli in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen.“ Auch damals machte Jung den Behörden schwere Vorwürfe. 

Dominik Jung: Es könnte zu Behinderungen im Bahnverkehr kommen

Das US-Wettermodell warne schon seit sechs Tagen vor einem schweren Sturm, das deutsche immerhin seit drei Tagen, sagt Jung und mahnt an, dass langsam Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden sollten. „Lose Gegenstände sturmsicher machen! Ab morgen aus Wäldern und Parks fern bleiben. Äste können abbrechen, Bäume umstürzen. Wahrscheinlich wird es auch zu Behinderungen im öffentlichen Verkehr kommen, wie bei der Bahn oder im Flugverkehr. Die Lage könnte ganz schön brisant werden.“

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Übrigens: Das gilt auch für Berlin. Hier werden auch Böen mit Geschwindigkeiten um die 70 km/h erwartet. In Brandenburg kann es sogar noch heftiger werden.