Das Wetter dreht auf: Schon ab Mittwoch rollt der Monster-Orkan über Deutschland. Fotos: imago/Panthermedia, imago/Andreas Gora, wetter.net

Es hat etwas gedauert, doch nun scheint der Herbst endgültig in Deutschland angekommen zu sein – und zwar mit allen Konsequenzen! Meteorologe Dominik Jung von wetter.net warnt nun vor dem ersten richtig deftigen Herbst-Sturm: Orkan „Ignatz“ soll ab Mittwoch nach Deutschland kommen, in der Nacht zu Donnerstag durch das Land fegen. Aber: Welche Regionen trifft es am schwersten?

Wetter extrem: Schon ab Mittwoch rollt Orkan Ignatz über Deutschland

Laut Wettermodell ICON schlägt der Storm eine Schneise zwischen dem Südwesten und dem Nordosten – auch Berlin liegt also mitten im betroffenen Gebiet. Schon ab Mittwochabend soll der Wind zunehmen, zunächst in Westdeutschland. „In der zweiten Nachthälfte drohen dann im gesamten Westen schwere Sturmböen bis 100 km/h, in den höheren Lagen auch orkanartige Böen bis 110 km/h oder gar Orkanböen“, heißt es im Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

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Am Donnerstagmorgen solle die Sturmfront dann in Richtung Osten rollen. „In den Hochlagen vom Harz sind um die 150 bis 160 km/h möglich. Das ist voller Orkan, auch an der Ostsee bzw. auf der Ostsee muss man zum Donnerstagmittag mit Orkanböen bis 120 km/h rechnen“, heißt es.

Der aktuelle WEtterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Und das kann ganz schön gefährlich werden, warnt Wetter-Experte Jung. „Fahrten in Wälder sollte man ab heute Abend meiden. Auch LKW-Fahrten sollten ab heute Nacht unterbleiben bzw. LKWs sollten die Rastplätze anfahren. Der starke Seitenwind, besonders auf Brücken, ist extrem gefährlich“, warnt er.

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Auch Regenfälle können gefährlich werden. „Bei starken Schauern und Gewittern können stellenweise auch starke Höhenwinde bis nach unten durchgemischt werden. Dann kann es auch unten zu Orkanböen bis 120 km/h kommen.“

Die lilafarbenen Gebiete in die Wetterkarte sind jene, die es besonders hart trifft - hier kann es Orkanböen mit mehr als 100 km/h geben. Foto: wetter.net

Zudem rät er: „Bitte vorsichtig sein und lose Gegenstände gut festzurren. Da kann einiges umher fliegen.“ Spätestens am Donnerstagmorgen müsse man dann im Westen mit Behinderungen im Straßen- und Bahnverkehr rechnen. „Das kennen wir ja alles schon. Auch der Flugverkehr beispielsweise in Frankfurt und Köln-Bonn könnte morgen Vormittag mit Behinderungen zu rechnen haben“, warnt der Meteorologe.

Wetter bricht ein: Nach dem schweren Sturm kommt der Temperatursturz

Und was kommt nach dem Sturm? Dann sollen die Temperaturen in den Keller stürzen! „Zum Wochenende werden kaum noch Werte über 10 Grad erreicht. Nur im Südwesten steigen die Höchstwerte auf knapp 14 oder 15 Grad an“, heißt es. „Besonders bei Durchgang der Kaltfront werden ab kommender Nacht die heftigen Böen erwartet. Dabei gibt es auch Blitz und Donner. Ein echtes Spektakel erwartet uns da!“ Bei dem Temperatursturz könne es sogar passieren, dass in Hochlagen wieder Schnee fällt.