Das Wetter im November: Wird es auch in Berlin bald Schneefälle geben? Laut erster Prognosen steht bereits der Winter vor der Tür... Fotos: imago/POP-EYE, wetter.net

Das Wetter im November ist herbstlich, aber ruhig – doch laut Wetterfröschen gibt es trotzdem Hoffnung auf einen baldigen Wintereinbruch! Schon in den vergangenen Tagen wurde eifrig darüber berichtet, dass laut Prognosen ein Kaltluftvorstoß droht, dass sich eine Polar-Welle aus dem Norden und Osten zu uns schiebt. Und auch Meteorologe Dominik Jung von wetter.net kündigt an, dass der Winter vor der Tür steht. Was ist dran an den irren Vorhersagen?

Das Wetter im November: Steht schon der Winter vor der Tür?

„In dieser Woche geht das ruhige Novemberwetter erstmal weiter, aber in der nächsten Woche könnte sich die Wetterlage umstellen“, sagt der Meteorologe in seinem aktuellen Wetterbericht. Wie sicher das ist? Die aktuellen Ensembleprognosen geben einen kleinen Einblick. Über weite Strecken bleiben die Temperaturen über dem aktuellen Klimamittel – im dritten Viertel des Novembers rutscht die Kurve dann unter das langjährige Klimamittel.

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Das heißt noch nicht, dass ein Wintereinbruch kommt. „Aber es gibt auch Einzelläufe, die gehen deutlich weiter runter in den Keller. „Die liegen teilweise bei unter minus 10 bis hin zu minus 13 Grad in 1500 Metern Höhe – das würde uns am Tag leichten Dauerfrost bringen, nachts Temperaturen von minus 10 Grad und stellenweise eine geschlossene Schneedecke, denn es wären auch Niederschläge dabei.“

Irre Prognosen: Fällt im November auch im Flachland der erste Schnee?

Das seien allerdings Ausreißer-Berechnungen. Das langjährige Klimamittel geht eher von milden Temperaturen aus – und einzelne Kurven liegen sogar im Bereich von plus 10 Grad.

Vor allem das amerikanische Wettermodell sieht einen deftigen Winter kommen: Rund um den 20. November soll demnach eine Kaltfront über Deutschland liegen. „Da wären weite Teile Europas von kalten Luftmassen geflutet. Auch in Deutschland Temperaturen von bis zu minus acht, minus zehn Grad in 1500 Metern Höhe“, sagt Jung. „Das würde uns Schneefall bis in tiefe Lagen bringen.“

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Die möglichen Schneehöhen laut Prognose: ein bis zwei Zentimeter in einigen Teilen Deutschlands. „Das würde die Herzen der Winter-Freunde höher schlagen lassen, für Autofahrer wäre es ein Graus.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Weniger überraschend sei das Wetter in dieser Woche: Im Westen liegt Hochdruckgebiet Silvi, im Osten Hochdruckgebiet Tilda – viel passiert demnach nicht auf der Wetterkarte. „Kaum eine Wolke am Himmel. Wir könnten die Sonne sehen, wenn sich nicht nachts überall Nebel und Dunst gebildet hat“, sagt Jung.

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Der Donnerstag startet kühl mit zwei bis drei grad in Mitteldeutschland, Bodenfrost und Nebel. „Keine gute Kombination: Stellenweise kann es Reifglätte geben, also aufpassen auf den Straßen.“

Erst einmal bleibt das Wetter entspannt und herbstlich

Auch die darauffolgenden Tage bleiben ruhig, bis zu 13 Grad sind drin, ansonsten eine Mischung aus Nebel, Wolken, aber auch mal Sonnenschein. „Das Wochenende hätte am Samstag eher nass ausfallen sollen, aber da hat sich die Prognose ein bisschen korrigiert. Nur ein paar Regentropfen an der Nordseeküste, sonst weitgehend trocken, auch am Samstag.“ Falls die Sonne durch Nebel und Dunst durchkommt, sollen die Werte auf dem Thermometer auf bis zu 12 Grad steigen.