Laut Wetter-Experten rollen neue Unwetter auf uns zu. Die Karte zeigt: In Westeuropa ist es derzeit zu kalt, im Osten zu warm. Fotos: dpa/Patrick Pleul, wetter.net

Wer am Dienstag einen Blick auf dem Fenster wirft, kann beinahe wieder an den Sommer glauben – die Sonne scheint auch über Berlin, die Jahreszeit zeigt ihr schönstes Gesicht. Doch laut Wetter-Experten könnte damit bald Schluss sein, denn es droht eine neue Unwetterlage! Meteorologe Dominik Jung kündigt Gewitter, Sturm und Hagel an.

Stabiles Sommer-Wetter ist laut Meteorologen nicht in Sicht

„Stabiles Sommerwetter durch ein Hockdruckgebiet ist in den kommenden Tagen einfach nicht in Sicht. Es geht recht wechselhaft weiter“, sagt der Wetter-Experte von wetter.net. „Die Temperaturen bleiben oftmals recht sommerlich, besonders nach Osten hin. Selbst 20 Grad fühlen sich aufgrund der feuchten und schwülen Luftmasse oftmals deutlich höher.“

Schon heute sollen die ersten Schauer aus dem Westen auf uns zurollen. „Regional kann es auch wieder Unwetter geben“, sagt Jung. „Das bleibt auch in im gesamten Rest der Woche. Nur am Mittwoch ist es zeitweise etwas ruhiger. Besonders am Donnerstag und Freitag gibt es neue Schauer und Gewitter.“

Der neue Wetterbericht von Dominik Jung hat leider nicht die besten Prognosen zu bieten.

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Das stabile Sommerhoch sei allerdings nicht weg, es liege nur woanders: In Russland sei es noch immer „sehr sonnig und hochsommerlich heiß. Die warmen bis heißen Luftmassen haben es nun sogar schon wieder bis zum Polarkreis geschafft“, sagt Jung. „In Lappland wurden am Wochenende über 30 Grad gemessen.“

Am Dienstag klettern die Temperaturen auf bis zu 30 Grad, regional gibt es immer wieder Schauer und Gewitter – im Osten bleibt es allerdings noch freundlich. Für Mittwoch sind zwischen 21 und 25 Grad angekündigt, außerdem neue Schauer und Gewitter, im Süden und Südosten sogar neue Unwetter. Donnerstag wird es dann etwas milder mit 19 bis maximal 24 Grad, doch hier drohen bei Gewittern mit Starkregen regionale Überflutungen! In Richtung Wochenende beruhigt sich die Wetterlage dann etwas – bei bis zu 28 Grad kann es aber dennoch Schauer und Gewitter geben.

Meteorologe Jung kündigt weitere Unwetter für den Sommer an. „Die Jahreszeit bleibt auf absehbare Zeit turbulent. Immer wieder heftige Gewitter. Das größte Problem ist dabei der Starkregen. Der hat in den letzten Wochen schon viele Schäden verursacht“, sagt er. Der Meteorologe warnt: „Der Sommer ist für viele Menschen schon sehr teuer geworden. Einige hatten in diesem Sommer schon zwei- oder gar dreimal das Wasser im Keller stehen mit immensen Schäden. Das wird auch in den kommenden Tagen und Wochen so weitergehen.“