Orkan „Ylenia“ hat in Deutschland bereits für mächtig Chaos gesorgt. Und es wird noch schlimmer. dpa/Arne Dedert

Orkan „Ylenia“ tobte über Deutschland hinweg. Das Wetter-bedingte Chaos ist perfekt. Schulen blieben geschlossen, Feuerwehren riefen den Ausnahmezustand aus, der Fernverkehr war unterbrochen. Dutzende umgestürzte Bäume zerstörten Autos und legten den Verkehr lahm. Mit beinah 130 km/h fegte der Sturm durch Berlin, 152 km/h wurden deutschlandweit in der Spitze gemessen. Und es kommt noch schlimmer. Wetter-Experten warnen: Das war erst der Anfang. Der nächste Orkan folgt schon von Freitag auf Samstag.

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„Die Wetterlage ist wie erwartet nicht ungefährlich“, meint Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net, am Donnerstag. „Erst zum Nachmitttag wird der Sturm langsam weniger. Doch der nächste Sturm ist nicht weit weg“, warnt er. „Er kommt ab morgen Abend nach Deutschland und trifft nach den neusten Berechnungen auf den Nordwesten und Norden Deutschlands.

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Sturm-Wetter bleibt vorerst: Es wird noch schlimmer

Insgesamt habe sich der Brandherd des Sturmes etwas nach Norden verschoben. „Das Sturmfeld mit den höchsten Böen liegt nun etwas weiter nördlich“, so Dominik Jung. Doch auch der Rest Deutschlands sollte gewarnt sein. „Insgesamt könnten die Auswirkungen noch heftiger werden als heute. Die Wettermodelle rechnen stellenweise in tiefen Lagen mit Orkanböen um 130 bis 140 km/h. Das wäre dann wirklich wieder brandgefährlich.“

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Wer hofft, dass sich die Wetterlage danach beruhig, wird aber enttäuscht. „Auch danach ist noch nicht Schluss. Sonntag auf Montag wird es im Westen wieder stürmisch. Da kommt scheinbar eine ganze Sturmserie auf Deutschland zu“, mahnt der Wetter-Experte.

In Berlin legte sich ein mindestens 100 Jahre alter Baum quer über die Schillerstraße in Lichtenrade und beschädigte dabei drei Autos. Morris Pudwell

Schuld daran ist der Jetstream. Das Starkwindband liegt einmal um die Nordhalbkugel. Derzeit liegt das Starkwindband genau über Deutschland. Dabei kommt es in 9 km Höhe zu Geschwindigkeiten bis 300 km/h. Und an diesem Starkwindband rauscht ein Sturmtief nach dem anderen zu uns nach Deutschland“, erklärt der Meteorologe.

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Übrigens: „Ylenia“ ist in weiten Teilen des Rests der Welt unter einem anderen Namen bekannt. International heißt „Ylenia“ nämlich „Dudley“. Der Grund: In Deutschland vergeben wir Namen bei jedem Tief und Hoch. Die Briten vergeben auch Namen, aber nur bei gefährlichen Stürmen.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Freitag: 8 bis 17 Grad, weiter wechselhaft, ab dem Nachmittag neuer Sturm mit Orkanböen!

Samstag: 6 bis 10 Grad, stürmisch und wechselhaft, Schauer.

Sonntag: 5 bis 12 Grad, Sonne und Wolken mit Schauern im Mix, in der Nacht neuer Sturm aus Westen.

„Winterwetter ist im Februar nicht mehr in Sicht. Es geht mild und wechselhaft weiter. Dauerfrost und eine Schneedecke bis runter wird es in diesem Monat nicht mehr geben. Da bin ich mir recht sicher. Die aktuellen Modelle rechnen bis zu 14. Tag. Da gibt es aber auch überhaupt keinen Ansatz mehr für Winterwetter. Es geht nun rasch auf den Frühling zu“, erklärt Dominik Jung.