Der Saharastaub hat Deutschland erreicht. In München tauchte er die Fiedensengel-Statue in orangenes Licht.
Der Saharastaub hat Deutschland erreicht. In München tauchte er die Fiedensengel-Statue in orangenes Licht. Imago/Offenberg

Jetzt hat die rotorangene Staubwolke Deutschland erreicht. Die südlichen Landeshauptstädte München und Stuttgart sind bereits in orangenes Licht gehüllt, doch die Wolke bewegt sich immer weiter und soll heute das Saarland und Rheinland-Pfalz erreichen.

Woher kommt der Saharastaub?

Was genau ist da los? Sand und Staub aus der Wüste Sahara in Nordafrika werden von Tiefdruckgebieten aufgewirbelt, in höhere Luftschichten geweht und von dort aus durch Südwestwinde zu uns getragen.

Wie auf einem Sepia-Foto: München ist orange eingefärbt.
Wie auf einem Sepia-Foto: München ist orange eingefärbt. dpa

Wenn es dann auch noch zu regnen anfängt, kommt es zu sogenanntem Blutregen, da die Regentropfen den Sand aus der Luft auswaschen und die Tropfen rotbraun zur Erden fallen.

Angst muss einem der Staub aber nicht machen, der Himmel sieht zwar apokalyptisch aus, aber der Saharastaub ist nicht giftig. Er führt aber zu einer höheren Feinstaubbelastung. Besonders im Frühjahr und Sommer kann dieses Phänomen immer wieder mal auftreten. „Wir zählen durchaus bis zu 50, 60 meist kleinere Ereignisse pro Jahr über Deutschland. Die meisten davon werden nicht groß bemerkt“, teilte der DWD mit. Dieses Mal sei das aber anders.

Der Schnee in den Pyrenäen ist ebenfalls vom Sahara-Sand eingefärbt
Der Schnee in den Pyrenäen ist ebenfalls vom Sahara-Sand eingefärbt AFP

Nach dem Saharastaub sollte das Auto in die Waschstraße

Auch am Donnerstag soll der Sand noch nicht komplett weggeweht sein. Sobald er weg ist, ist vielerorts Autowaschen angesagt, denn der feine Staub hinterlässt oft seine Spuren. Der ADAC empfiehlt dazu eine Waschstraße oder eine Selbstwaschanlage zu nutzen. Hier lasse sich die grobe Verschmutzung mit dem Hochdruckreiniger entfernen und ein entsprechendes Vorwaschprogramm wählen.

Die intensive Vorreinigung vermeide, dass die Staubpartikel auf dem Lack reiben. Die Sandkörner würden sonst wie Schmirgelpapier wirken und Kratzer hinterlassen.

Ein Auto ist in Stuttgart ist vom rötlichem Saharastaub bedeckt.
Ein Auto ist in Stuttgart ist vom rötlichem Saharastaub bedeckt. dpa

Auch den Innenraumfilter, auch als Pollenfilter bekannt, solle inspiziert und gegebenenfalls erneuert werden. Da er von Luft durchströmt werde, könnte sich hier zusätzlich Sand ablagern.

Süden Europas stärker betroffen

Besonders im Süden Europas ist viel Sahara-Sand angekommen. Spektakuläre Bilder kommen aus Madrid (Spanien), hier liegt die Stadt unter einer dünnen Staubschicht, der Schnee im Skigebiet Piau-Engaly in den französischen Pyrenäen färbte sich rotbraun.

In Madrid wurde sofort damit begonnen, die Stadt vom Staub zu befreien.
In Madrid wurde sofort damit begonnen, die Stadt vom Staub zu befreien. AP

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