Wetter-Experte Dominik Jung prognostiziert einen Hitze-Sommer. YouTube/wetter.net

„Pack die Badehose ein, nimm dein kleines Schwesterlein und dann nischt wie raus nach Wannsee“ – frei nach dem Motto aus dem berühmten Lied droht und nicht nur in Berlin und Brandenburg schon in den kommenden Tagen der Hitzeschock, der nach Abkühlung schreit. Bis Mittwoch wird es immer wärmer. Wir erreichen verbreitet 25 Grad, sogar knapp 30 Grad sind möglich. Da heißt es: Kühlen Kopf bewahren! Denn Wetter-Experten schlagen Alarm: Waldbrandgefahr! Staubstürme! Droht das Verkehrs-Chaos?

Im Norden gab es nun fast vier Wochen keinen Regen mehr. Dazu kommt dann am Donnerstag und am Freitag auch noch viel Wind mit einzelnen Sturmböen. Der trocknet den Boden noch weiter aus und wirbelt auch Staub auf. Daher aufgepasst: Donnerstag und Freitag kann es im Norden und Osten zu Staubstürmen kommen. Ackerboden kann aufgewirbelt werden und ggf. die Sicht auf Straßen und Autobahnen behindern! Da sollte man unbedingt langsam fahren und vorsichtig sein!

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Wetter-Experte warnt vor Staubstürmen und Verkehrs-Chaos

Regen, wo steckst du? Das werden sich viele Menschen im Norden und Nordosten fragen. „Am Mittwoch erreicht die Waldbrandgefahr regional sogar die höchste Warnstufe 5 und es ist weit und breit nur Sonne und kein Regen in Sicht“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

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Dazu gibt es viel Wind und am Donnerstag und Freitag sind in Norden und Osten Sturmböen bis 75 km/h möglich. Diese können hier und da zu gefährlichen Staub- und Sandstürmen führen. Der Erdboden ist total trocken und lose. Das kann die Sicht auch auf Autobahnen und Straßen rasch sinken lassen und erhöht die Gefahr für Unfälle. Daher sollte man sehr wachsam sein. „Bei Massenkarambolagen durch Sandstürme in Deutschland gab es bereits Tote und Verletzte in der Vergangenheit“, erinnert sich Dominik Jung.

Freibad-Wetter gibt es in Berlin und Brandenburg schon diese Woche. Annette Riedl/dpa

So wird das Wetter in Berlin und Brandenburg

Die Menschen in Berlin und Brandenburg können sich auf einen sommerlichen Tag freuen. Dabei werden am Dienstag laut des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Höchsttemperaturen von bis zu 28 Grad erwartet. Am Vormittag ist der Himmel voraussichtlich klar, während am Nachmittag und am Abend Wolken aufziehen.

Die Nacht zum Mittwoch wird stark bewölkt erwartet, trotzdem bleibt es trocken. Die voraussichtliche Tiefsttemperatur liegt bei 12 Grad.

Der Mittwoch bleibt voraussichtlich wolkig. In Brandenburg werden Temperaturen zwischen 23 und 26 Grad erwartet, in Berlin liegt die Höchsttemperatur voraussichtlich sogar zwischen 26 und 29 Grad.

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So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Dienstag: 22 bis 28 Grad, sommerlich warm und meist trocken, ein Mix aus Sonne und Wolken

Mittwoch: 20 bis 30 Grad, oft schön und sehr warm bis heiß! Später am Abend erste Schauer und Gewitter

Donnerstag: 19 bis 27 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, sehr windig, aber kaum Schauer oder Gewitter

Freitag: 15 bis 24 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, kaum Schauer oder Gewitter

Samstag: 15 bis 22 Grad, oft freundlich und trocken

Sonntag: 15 bis 22 Grad, viel Sonne und meist trocken

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Ausblick: Wie wird das Wetter im Sommer?

Der europäische Wetterdienst ECMWF gibt unterdessen eine Hitzesommer-Prognose raus. Jeder Sommermonat soll demnach im Klimamittel 1 bis 1,5, teilweise sogar bis zu 2 Grad zu warm ausfallen.

„Damit dürften wir an die sehr warmen und extrem trockenen Sommer aus dem Jahr 2018 und 2019 rankommen, diese vielleicht sogar noch überbieten“, erklärt Wetterexperte. Das Frühjahr 2022 wird schon deutlich zu trocken ausfallen.

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„Wenn jetzt auch noch der Sommer zu trocken ausfällt, wäre das wirklich der Worst Case“, meint Dominik Jung. Seiner Ansicht nach bräuchten wir mittlerweile schon zwei bis drei sehr nasse Winter, um das Wasserdefizit in Deutschland abzubauen.

Denn die Sommer 2018 und 2019 haben Deutschland und dem Wasserhaushalt ordentlich zugesetzt. Die vergangenen beiden Jahre konnten das bisher noch nicht ausgleichen. Schaut man sich den aktuellen Dürremonitor an, so sieht man die große Trockenheit in Deutschland.