Tiefdruckgebiet Dana geht, Hoch Dirk kommt - und bringt aus dem Westen neuen Starkregen, Gewitter und Sturm. Fotos: dpa/Paul Zinken, wetter.net

Am Wochenende wird das Wetter in Deutschland wieder etwas schwieriger als über die vergangenen Tage – vor allem die Menschen in den Flutgebieten müssen damit rechnen, dass es neue Gewitter, Regenfälle und sogar Sturmböen gibt. Und das birgt laut Meteorologen Gefahren: Nicht nur, dass es vereinzelt zu neuen Überflutungen kommen kann. Auch Sturmböen können in der derzeitigen Situation zur großen Herausforderung werden!

Hoch Dana geht, Tief Dirk kommt – und bringt Gewitter und Sturm!

Über die vergangenen Tage bescherte uns Hochdruckgebiet Dana nettes Sommerwetter, doch nun wird das Hoch von Tief Dirk abgelöst. Und Dirk bringt kräftige Schauer und Gewitter! „Dabei werden auch die Flutgebiete betroffen sein“, heißt es in einer Mitteilung von Meteorologe Dominik Jung von wetter.net. „Es wird kein großflächiges Ereignis in Sachen Starkregen erwartet. Allerdings sind lokal jeweils starke Gewitter und auch Unwetter mit Starkregen, Hagel und Sturmböen möglich.“

Besonders stark werden die Gewitter von Nordrhein-Westfalen bis nach Hessen, Rheinland-Pfalz, das Saarland und Baden-Württemberg ausfallen. Das Problem in den Hochwasser-Gebieten: Jeder Tropfen Regen könne zu viel sein, da in vielen Gemeinden, die von der Flut getroffen wurden, das Abwassersystem nicht mehr richtig funktioniert. „Wohin soll das Wasser auch fließen, wenn die Straßengully zum großen Teil verstopft sind bzw. die Abwasserrohre defekt? Dann staut sich der Starkregen auf den Straßen und läuft im schlimmsten Fall in die Keller.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Doch das ist nicht das einzige Problem, sagt Jung. „Viele Bäume sind schwer vom Hochwasser getroffen. Teilweise hängt auch noch Unrat weit oben in den Bäumen. Vom Wind kann dieser heruntergeweht werden. Also in Flutgebieten besonders vorsichtig sein.“ Einsatzkräfte sollten ihre Gerätschaften regensicher machen, rät der Wetter-Experte. „Es wird nicht jeden im Flutgebiet treffen, aber dort wo so ein Gewitter stark zuschlägt kann es wieder Probleme durch Wassermassen geben. Diesmal weniger durch Hochwasser von den Flüssen als durch weggeschwemmte Erde von umliegenden Ackerflächen oder Weinbergen.“

Und auch nach dem Wochenende, mitten in der Zeit der eigentlichen „Hundstage“, scheint keine große Sommer-Hitze mehr zu kommen. Ein neues Hoch ist laut Jung nicht in Sicht. Ist der Hochsommer gelaufen? Vielleicht – zumindest bleibt es vorerst unbeständig. Jung: „Es scheint ein wenig als würde sich dieses Jahr in den Hundstagen keine große Hitze oder überhaupt Hitze einstellen wollen. Dafür aber jede Menge Schauer und auch mal Gewitter.“