Am Freitag könnte es noch einmal richtig ungemütlich werden. Doch danach küssen die Sonnenstrahlen Deutschland. imago/localpic

Der Frühling kehrt langsam, aber sicher ein, scheint es – nach einigen kalten Tagen küssten am Dienstag erneut herrliche Sonnenstrahlen Berlin. Wer nun damit rechnet, dass sich das ungemütliche Wetter endgültig verzieht, der irrt aber. In seinem aktuellen Wetterbericht im Netz warnt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net davor, dass es am Freitag knallt!

Chaotische Aussichten: Am Freitag drohen Wintergewitter, danach Wärme

„Besonders spannend wird der Freitag werden, denn der bringt landesweit Graupelschauer, Schneeschauer und Wintergewitter“, warnt der Wetter-Experte. Da könnte es blitzen, donnern, ungemütlich werden. „Eine Wetterlage wie mittendrin im April – das nennt man eben Wintergewitter.“ Doch schon am Sonnabend  komme ein neues Hoch, das Sonne satt mit sich bringt, auch über die anstehende Karnevalswoche. „Und dann haben wir endlich mal wieder die Sonne vor Augen.“

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Schon am Morgen hatte Jung angekündigt, dass sich das wechselhafte Wetter langsam verzieht. „Das sieht man auch an der nachfolgenden Wetterkarte mit den Regensummen. Da fällt bis nächsten Sonntag nur noch recht wenig Niederschlag vom Himmel“, sagte er.

„Tagsüber kann sich häufiger die Sonne durchsetzen. Nachts gibt es dafür auch oft klaren Himmel und nochmal Nachtfröste. Die Höchstwerte erreichen zum Wochenstart im Westen bis zu 13 oder 14 Grad, ab Start in den März sind auch Werte über 15 Grad möglich.“

Regen falle kaum noch, meist scheine die Sonne. Die längerfristigen Prognosen gehen ohnehin von einem zu trockenen und zu milden März aus. Das könnte der Startschuss dafür werden. Eine neue Unwetterlage durch Sturm oder ähnliches ist jedenfalls nicht in Sicht, so Jung.

Wetter im Winter: Der Februar ist 4,5 Grad wärmer als das Klimamittel

Der Februar ist bisher übrigens ein heimlicher erster Frühlingsmonat: Die Temperaturen liegen im Durchschnitt bisher satte 4,5 Grad über dem langjährigen Klimamittel.

Jung: „Damit liegt der Monat in den Top 3 der wärmsten Februar-Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881. Zudem ist der Monat bisher ausgesprochen zu nass. Deutschlandweit betrachtet hat der Monat schon das 1,5 fache der üblichen Niederschlagsmenge gebracht.“

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Nur eines trübt die schönen Aussichten der kommenden Woche: Der frische Ostwind, der dafür sorgen könnte, dass sich das Wetter kälter anfühlt, als es eigentlich ist.

„Es kommt derzeit auf die genaue Lage des Hochs an. Die aktuelle Prognose legt es sehr weit nach Osten, daher kann frische Ostluft zu uns kommen. Gestern lag es noch weiter westlich, dann wären sogar 17 oder 18 Grad im Westen möglich gewesen. Wir müssen uns weiterhin noch etwas gedulden, um genaue Aussagen bezüglich der Temperaturen treffen zu können“, sagt Jung. „Allerdings sind wir immerhin mal die stürmischen Zeit los.“