Kommende Woche rollt eine Hitzewelle auf Deutschland zu. Die Temperaturen kratzen an der 40-Grad-Marke. imago/Christian Ohde, wetter.net

Schon jetzt herrscht draußen im wahrsten Sinne des Wortes dicke Luft, die sommerliche Wärme macht vielen zu schaffen, bringt uns gehörig ins Schwitzen. Aber: Das Ende der Fahnenstange – beziehungsweise: das Ende des Thermometers – ist noch lange nicht erreicht. Im Gegenteil: Laut Dominik Jung, Meteorologe bei wetter.net, erreicht in der kommenden Woche eine „Hitze-Zunge“ Deutschland. Wie warm es jetzt bei uns wird, verraten die aktuellen Prognosen.

Nächste Woche kommt der Hitze-Hammer: Sommer-Wetter mit 35 Grad!

Am Sonnabend sollten noch milde Temperaturen auf der Karte stehen – maximal 26 Grad waren vorhergesagt. In der Nacht wird’s dann klar bei mindestens 10 Grad. „Am Sonntag sind 15 Sonnenstunden drin – und es wird noch etwas wärmer werden“, sagt Meteorologe Dominik Jung. 24 bis zu 31 Grad seien möglich. Am Montag folgen dann 18 bis 25 Grad, dazu gibt’s Sonnenschein und ein paar Wolken – und am Dienstag wird es mit bis zu 28 Grad auch recht warm.

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Doch dann der Hitze-Hammer! „Es scheint warm bis heiß zu werden, auch wenn das noch nicht ganz sicher ist“, kündigt Jung an. Mittwoch könnten es bis zu 32, Donnerstag sogar um die 35 Grad werden. „Und auch der Freitag könnte sehr warm, sehr heiß weitergehen – bei Temperaturen um 25 bis hin zu 34 Grad.“

Noch kein Vergleich zu Spanien und Portugal – dort herrschen im Moment 40 bis 41 Grad. Die Hitze kriecht in Form einer Hitze-Zunge langsam nach Deutschland. „Aber der Kampf der Luftmassen ist immer noch nicht ganz ausgetragen“, sagt Jung.

Heißes Wetter lässt die Waldbrandgefahr immer weiter steigen

Und die Hitze hat Folgen: Die Waldbrandgefahr in Brandenburg steigt dieser Tage rasch anr. Grund sind der ausbleibende Niederschlag und die zu erwartenden hohen Temperaturen, die mit einer hohen Verdunstung einhergehen, wie der Waldbrandschutzbeauftragte Raimund Enge. «Das ist ein Zusammenspiel aus verschiedenen Faktoren, die sich da ergeben.“ Die Lage haben sich auch durch die Regenfälle in den vergangenen Tagen nicht entspannt. Seit Beginn der Saison habe es schon über 160 Brände gegeben.

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Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

Video: Youtube

Die Gefahrenstufen werden sich ihm zufolge zwischen 3 und 4 bewegen. Nach Angaben des Umweltministeriums galt am Freitag in den Landkreisen Prignitz und Havelland die zweithöchste Waldbrandgefahrenstufe 4, in sechs Landkreisen die Stufe 3.

Für die übrigen Kreise wurde die Gefahrenstufe 2 ausgegeben. Die Stufen werden unter anderem anhand von Niederschlag, Luftfeuchte, Windgeschwindigkeit und Temperatur berechnet. Zwei Waldbrandzentralen in Brandenburg überwachen das Geschehen ab Gefahrenstufe 3. Neben Zossen im Süden gibt es den Standort Eberswalde (Barnim).

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Es bräuchte dringend Regen, um die Gefahr abzumildern. Aber: Da sieht es laut Wetter-Experte nicht gut an. Laut dem europäischen Wettermodell bleibe Deutschland bis zum 20. Juni trocken, nur ein paar Liter Regen gebe es im Norden und im Osten des Landes. Wer aktuell in den Wald geht und dort seine Freizeit verbringt, sollte also besonders vorsichtig mit der Natur umgehen, also beispielsweise nicht rauchen und nicht mit Feuer hantieren.