Plötzlich winterliches Wetter: In Sachsen-Anhalt kam am Sonnabend recht viel Schnee herunter - hier musste sogar geschippt werden.
Plötzlich winterliches Wetter: In Sachsen-Anhalt kam am Sonnabend recht viel Schnee herunter - hier musste sogar geschippt werden. dpa/Matthias Bein

Die Schnee-Walze erwischte Teile Deutschlands buchstäblich kalt – nachdem Berlin von der Wucht der Flöckchen weitestgehend verschont blieb, gab es unter anderem in Sachsen reichlich weiße Pracht von oben. Noch dazu häufen sich in den vergangenen Tagen die Meldungen, dass uns der Winter nach dem sehr milden Jahresstart doch noch einmal härter treffen könnte. Die Rede ist von Extrem-Kälte, von Dauerfrost, von meterhohem Neuschnee. Was ist dran an den Prognosen?

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Horror-Prognosen zum Wetter: Wie kalt wird es die kommenden Wochen?

In seiner aktuellen Prognose verrät nun Meteorologe Dominik Jung von wetter.net, wie schlimm der Winter wirklich noch einmal zuschlagen könnte – was ist dran an den irren Vorhersagen? „Wir hatten in der vergangenen Nacht Schneefälle, die vom Osten reingezogen sind – hier und da kam einiges runter“, sagt Jung. „Beispielsweise in Sachsen, in Dresden – bis zu 15 Zentimeter Neuschnee, andernorts bis zu 20 Zentimeter Neuschnee.“

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Er sei in den letzten Tagen immer wieder angefragt worden – weil in Prognosen immer wieder von Dauerfrost, von einer Extremkälte die Rede war. „Ab Anfang Februar käme von der Arktis sehr kalte Luft zu uns nach Europa geströmt, der Polarwirbel würde zerbrechen und ein Teil davon käme bis zu uns nach Deutschland. Bibberkälte nachts minus 20 Grad – was ist da dran?“

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Auch in Kroatien wurden die Menschen von einem heftigen Wintereinbruch überrascht.
Auch in Kroatien wurden die Menschen von einem heftigen Wintereinbruch überrascht. imago/Matko Begovic/PIXSELL

Arktische Kälte sei nicht in Sicht. „Es wird insgesamt eher ein bisschen milder werden, in den tieferen Lagen fünf bis sieben Grad zum Monatswechsel. Langsam zeigen die Ensembleprognosen in die Höhe, diese kühle Witterungsphase scheint zu Ende zu sein“, sagt Jung. „Zumindest kalte Luftmassen sind bis Mitte Februar nicht zu erwarten.“ Doch es gibt ein „Aber“. „In Nordamerika steht schon wieder ein drastischer Kaltlufteinbruch ins Haus – da stürzen die Temperaturen in den nächsten fünf bis zehn Tagen schon wieder in den Keller.“

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Bei uns soll es hingegen winterlich kühl bleiben, nicht bitterkalt – „der Winter blubbert so vor sich hin“, sagt Jung. „In den tiefen Lagen wird der Schnee in den nächsten Tagen nach und nach verschwinden. Eine Einwinterung auf Dauer in den tiefen Lagen ist eher nicht zu erwarten.“ Der Februar soll dann etwas zu warm ausfallen, Berechnungen gehen davon aus, dass der Winter-Monat zwei bis drei Grad wärmer ausfallen könnte als das langjährige Klimamittel.

Das Wetter für die nächsten Tage: Bleibt es kalt oder wird es wieder wärmer?

Und wie wird es die nächsten Tage? In der Nacht zum Montag soll es in Teilen Deutschlands noch einmal Schneefälle und Straßenglätte geben – ansonsten beruhige sich die Lage. „Am Montag gibt es einen Mix aus vielen Wolken, teilweise ein wenig Sonnenschein, letzte Schneeschauer sind noch möglich.“

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Die Temperaturen sollen bei zwei bis fünf Grad liegen. Auch am Dienstag und Mittwoch bleibt das Wetter eher ruhig. Zum Donnerstag komme ein neues Tief herangezogen. „Das bringt ein bisschen mildere Luft und Regen, im Süden kann es auch etwas in Schnee übergehen.“ Das nasskalte Schmuddelwetter bleibe uns dann noch ein paar Tage erhalten.