Gibt es einen sonnigen Septembersommer oder droht bereits der winterliche Kälteeinbruch? Fotos: imago images, Berliner KURIER/Markus Wächter

Für Sommer-Fans waren die letzten Wetter-Nachrichten schlichtweg eine Sensation: Die Meteorologen kündigten eine schöne Fortsetzung des Sommers an, warme Temperaturen und Sonnenschein, einen wahrlich goldenen Herbstauftakt. Doch nun scheint es damit schon vorbei zu sein, der erste Kälteeinbruch steht vor der Tür. „Heute heißt es erstmal Abschied nehmen von dem Hoch Hermelinde“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

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Das schöne Wetter zieht sich zurück, macht Platz für Schauer und Gewitter

Eben jenes Hochdruckgebiet brachten uns die letzten schönen Tage, doch nun verabschiedet sich das schöne Wetter offenbar, macht Platz für einen ersten Schmuddel-Herbst. „Hermelinde zieht weiter, schwülwarme Luftmassen kommen hinterher geströmt, die bringen heute zum Teil kräftige Schauer und Gewitter, es wird etwas ungemütlich“, kündigt der Meteorologe an. „Das schöne, trockene und sonnige Spätsommerwetter ist erst einmal vorbei.“

Das zeige auch der Blick auf die Großwetterlagenkarte. „Das Hoch Hermelinde zieht sich zurück Richtung Osteuropa – und zugleich greift ein Tief nach Deutschland über. Dieses Tief bringt zwar weiter warme, schwülwarme Luftmassen, aber eben euch einzelne Schauer und Gewitter.“ Am Morgen sah es noch recht freundlich aus, aber später sollen aus Südwesten dichte Wolkenfelder aufziehen. „Zum Mittag gibt es die ersten Schauer im Süden.“ Im Norden und Nordosten bleibt es aber noch freundlich – hoffentlich bis zum Abend.

Der aktuelle Wetterbericht von Dominik Jung.

Video: Youtube

Am Freitag breiten sich die Schauer dann schon flächendeckender aus – bei schwülwarmen bis heißen Temperaturen. Besonders im Raum Berlin-Brandenburg sei dann noch ein Hitzetag möglich, bis zu 30 Grad sind angekündigt. Am Wochenende wird es dann bei einem Mix aus Sonne und Wolken wieder etwas durchwachsener. Im Westen sollen die Temperaturen deutlich kühler ausfallen, im Osten noch einmal auf bis zu 27 Grad steigen.

Und dann? Droht uns in der kommenden Woche der erste eisige Kälteeinbruch? Laut amerikanischem Wettermodell solle es in der kommenden Woche deutlich abkühlen, das europäische Wettermodell sieht eher milde bis warme Temperaturen auf uns zukommen.

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Doch die Amis meinen es nicht gut mit uns: Laut Berechnungen des amerikanischen Modells steht bereits eine Kaltluftfront aus dem Nordosten vor der Tür, „da könnte es dann wirklich empfindlich kühl werden“, sagt Jung. Im Norden Deutschlands geht das Modell am kommenden Freitag von Null Grad aus, vereinzelt könnten dann sogar Schneeflocken fallen, etwa auf dem Brocken im Harz!

Kommt der erste Schnee oder wird es noch einmal mild und warm?

Das Europäische Modell sieht eher Warmluft aus Südeuropa zu uns kommen – dann stünden noch ein paar beinahe heiße Tage vor der Tür. Während woanders schon mit Schneeflocken gerechnet wird, geht man hier am kommenden Freitag von Temperaturen um 13 bis 14 Grad aus. „Wir sehen also weiterhin ein großes Fragezeichen bei der Wetterentwicklung in der nächsten Woche – es bleibt also sehr spannend, wer oder was hier die Nase vorn hat.“