Ein Blitz schlägt in die Spitze des Fernsehturms ein. dpa/Fred Müller

Extremwetter in Deutschland: Auch über Brandenburg und Berlin waren in der Nacht teils heftige Gewitter gezogen. Allerdings sind der Region größere Schäden erspart geblieben. Zeugen sahen, wie Blitze in die Spitze des Fernsehturms am Alexanderplatz einschlugen. Doch am Morgen waren bereits viele Straßen in der Hauptstadt wieder trocken. Das wird vielerorts am Mittwoch auch so bleiben. Doch örtlich rechnet der Deutsche Wetterdienst mit teils unwetterartigen Schauern und Gewitter mit Starkregen bis zu 40 Litern in kurzer Zeit.

Den Schwerpunkt dafür sieht der Deutsche Wetterdienst (DWD) in einem Streifen von der Uckermark bis zur Niederlausitz. Besonders am Nachmittag drohe lokal eng begrenzt Unwettergefahr, heißt es. Sturmböen könnten mit bis zu 75 km/h auftreten. Der Spuk dürfte allerdings bereits zum Abend vorbei sein, dann ziehen die Gewitter nämlich nordwärts ab. Zuvor wird es in der Region schwülwarm mit Höchstwerten zwischen 25 und 29 Grad. In der Nacht zu Donnerstag lockert der Himmel auf, aber stellenweise erwartet der DWD nun etwas, das wir lange nicht mehr in der Region gesehen hatten: nämlich Dunst und Nebel!

Dunst, Nebel, Hochnebel, dann drohen weitere Gewitter

Für die meisten Brandenburger und Berliner wird der Donnerstag ein heiterer Tag: Nach milden Frühwerten von minimal 14 Grad bleibt es überwiegend trocken bei maximal 28 Grad. Allerdings bilden sich örtlich Quellwolken, und einzelne Gewitter sind nicht ausgeschlossen! Die Nacht zu Freitag bleibt unter wenigen Wolken überwiegend trocken. Die Nachtwerte bleiben zwischen 15 und 18 Grad angenehm mild. Allerdings bilden sich erneut Dunst, Nebel oder auch Hochnebel.

Dies könnte am Freitag zur Folge haben, dass sich die Sonne örtlich zunächst hinter einem milchigen Wolkenband versteckt. Später setzt sie sich durch, wird aber örtlich immer wieder von Quellwolken verdeckt. Der Sommer bleibt im Tagesverlauf eine wackelige Angelegenheit: 30 Grad und mehr sind drin, aber örtlich können wieder Schauer und Gewitter fallen.

Wetterexperte mit düsterer Prognose für den Rest-Juli

Nach einer trockenen, mit bis zu 20 Grad sehr milden Nacht zu Sonnabend geht es am Morgen wieder im Südosten Brandenburgs los: stellenweise Regen, der sich über weitere Landesteile ausdehnt und verstärkt. Bei bis zu 30 Grad wird sich der Tag sehr schwül anfühlen. Örtlich kann es bis tief in die Nacht hinein kräftig gewittern. Die Unwetterfront zieht bis zum Morgen südostwärts ab, und vom Nordwesten her lockert es wieder auf.

Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net macht Hoffnung auf ein paar freundlichere Tage. „Doch die nächsten Schauer und Gewitter lassen nicht auf sich warten. Die Wetterlage scheint sich dann zu wiederholen. Wir sitzen wiederum zwischen den Stühlen: Um uns herum ist es deutlich wärmer. Die warmen und kühlen Luftmassen treffen sich genau über Deutschland.“ Wer darauf gehofft hat, dass sich der Sommer nun endlich stabilisiert, für den hat Diplom-Meteorologe Jung eine kalte Dusche bereit: „Richtung Juli-Ende sind schon wieder neue starke Unwetter mit heftigem Regen zu erwarten.“