An der Küste besteht durch den Sturm Flutgefahr. (Symbolbild) imago images/ZUMA Wire

Nass, windig, ungemütlich! Die Berliner und Brandenburger müssen sich auf ein stürmisches Wochenende einstellen. Ab Samstagmittag soll es verbreitet zunächst zu Windböen, am Nachmittag und Abend dann vermehrt zu stürmischen Böen, in der Uckermark sogar vereinzelt zu orkanartigen Böen kommen. In der Nacht zum Sonntag sei mit einer weiteren Windzunahme in Form von schweren Sturmböen zu rechnen, warnte der Deutsche Wetterdienst (DWD). Zudem sind bei bedecktem Himmel vereinzelte Regenschauer zu erwarten. Die Temperaturen steigen auf acht bis zehn Grad an.

Am Sonntag geht es ähnlich weiter: stürmisch und vereinzelt Regen. Erst am Nachmittag wird der Wind deutlich nachlassen.

Unwetterwarnung des Deutschen Wetterdienstes

Richtig scheppern wird es auch in den Bergen. In den Kammlagen der Mittelgebirge erwarten die Meteorologen ab Samstagmittag schwere Sturmböen. Für den Erzgebirgskreis gab der DWD daher eine Unwetterwarnung heraus. Auf dem 1215 Meter hohen Fichtelberg könnte es laut Warnlagebericht in der Nacht zum Sonntag Orkanböen geben.

Auch für den Harz wird vor orkanartigen Böen gewarnt. Auf dem Brocken werden schwere Sturmböen bis zu 100 Kilometer pro Stunde erreichen – bis Sonntagnachmittag sind auch Orkanböen möglich. Daher ist für die Brockenbahn am Samstag am Bahnhof Schierke Endstation. Weil auf dem 1141 hohen Harz-Gipfel auch Orkanböen erwartet werden, fahren die Züge nicht bis zum Brockenbahnhof weiter, teilten die Harzer Schmalspurbahnen mit. Auch für Sonntag werden witterungsbedingt weiter Störungen erwartet.

Sturmflutgefahr an der Küste

Auch an der Küste wird sich der Wind noch verstärken und an den Küsten Geschwindigkeiten von bis zu 110 Kilometer pro Stunde erreichen. Vereinzelt seien in Schleswig-Holstein und an exponierten Abschnitten der Ostseeküste in Mecklenburg-Vorpommern auch Orkanböen der Windstärke 12 mit Geschwindigkeiten von bis 120 Kilometern pro Stunde nicht ausgeschlossen. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte zudem im Hamburger Elbgebiet vor einer Sturmflut.

Auch für Nordfriesland und an der Ostsee in Mecklenburg-Vorpommern bestünden am Wochenende Sturmflutwarnungen. Im Laufe des Sonntags wird der Sturm an der Küste wieder nachlassen.

In Ostmecklenburg bis Vorpommern kann in der Nacht Windstärke 11 erreicht werden. An exponierten Küstenabschnitten und in Schauernähe müsse mit Windstärke 12 gerechnet werden. Im Laufe des Sonntags wird der Sturm an der Küste wieder nachlassen.

Laut DWD können Bäume entwurzelt und Dächer beschädigt werden. Es sollte auf herabstürzende Äste und Dachziegel geachtet werden. Fenster und Türen sollten geschlossen gehalten werden.

Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie warnte außerdem vor Sturmfluten an der Ostsee. Am Sonntag werden im Tagesverlauf östlich von Rügen maximale Wasserstände von bis zu 120 Zentimetern über dem mittleren Wasserstand erwartet, wie eine Sprecherin am Samstagmorgen sagte.