Immer wieder ziehen Wolken auf: Der Winter versucht einen neuen Anlauf.
Immer wieder ziehen Wolken auf: Der Winter versucht einen neuen Anlauf. dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Vom Winter ist gerade in Berlin und Brandenburg nichts zu sehen, Wetterexperten haben bereits einen Totalausfall der kalten Jahreszeit prognostiziert. Die Temperaturabweichungen für den laufenden Monat sind spektakulär: Mit aktuell 7,3 Grad über dem langjährigen Mittel in Berlin und Potsdam und bundesweit 6,5 Grad hat der Januar beste Chancen, einen traurigen Allzeitrekord aufzustellen.

Spektakuläre Wetterkapriolen: Im Mittel ist der Januar derzeit 6,5 Grad zu warm.
Spektakuläre Wetterkapriolen: Im Mittel ist der Januar derzeit 6,5 Grad zu warm. bernd-hussing.de

Bereits das abgelaufene Jahr war mit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahre 1881, das neue Jahr droht, diesen Allzeitrekord bereits von Beginn an zu übertrumpfen. Zunächst werden die Temperaturen in der Region Berlin-Brandenburg sogar nochmals ansteigen, doch die Trendwende ist bereits absehbar.

Lesen Sie auch: „Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen“ – was bedeutet das eigentlich?<

Wetter in Berlin und Brandenburg: Temperaturen bäumen sich bis 11 Grad auf, fallen dann in den Keller

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) prognostiziert für die kommenden Tage eine denkwürdige Zickzack-Bewegung der Temperaturkurve. Bei maximal 6 bis 8 Grad lockert es demnach am Nachmittag auf, in der Nacht stürzen die Temperaturen dann schlagartig bis in den Frostbereich. Doch bereits im Verlauf der Nacht wird es schon wieder milder. Am Mittwoch können die Temperaturen bei im Laufe des Tages abziehendem Regen stellenweise 10 Grad und mehr erreichen. Die kommende Nacht bleibt frostfrei. 

Der Donnerstag bleibt ungemütlich regnerisch bei Höchstwerten zwischen 7 und 9 Grad, bis die Temperaturen am Freitag nochmals auf bis zu 11 Grad ansteigen. Am Wochenende bäumen sich die Höchstwerte nochmals leicht auf nahezu 10 Grad auf, um ab Sonntag wieder spürbar in den Keller zu fallen. Vor allem nachts sinken die Werte voraussichtlich wieder in den Frostbereich.

DWD rechnet bundesweit mit stürmischen Böen, Gewittern und Schnee

Bundesweit erwartet der DWD dann stürmische Böen, die vor allem an den Küsten und im höheren Bergland Aufmerksamkeit einfordern. Für Freitag rechnet der Wetterdienst örtlich sogar mit Gewittern! Am Sonntag ist im Bergland nicht nur mit Sturmböen zu rechnen; in den höheren Lagen der Mittelgebirge und den Alpen geht der Regen dann endlich auch wieder in Schnee über.

Ab Montag rechnet der DWD mit einer auf 400 Meter sinkenden Schneegrenze. Im Südwesten Deutschlands bleibt es mit maximal 9 Grad deutlich zu warm, im Südosten sind es nur 4 Grad. Nur in höheren Lagen bewegen sich die Höchstwerte um die Frostgrenze. Trotz zurückgehender Temperaturen: Bis auf weiteres bleibt der Januar deutlich zu warm.