Die US-Wüstenmetropole Las Vegas in diesen Tagen: Tagsüber sengende 43 Grad, selbst nachts sacken die Werte nicht unter die 30-Grad-Marke. Wer kann, sucht Abkühlung in klimatisierten Räumen, oder am Pool. So machten es Anfang der Woche Urlauber im Luxor Hotel der Millionenstadt im US-Bundesstaat Nevada.

Doch während rund ein Dutzend Leute Abkühlung im Pool suchten, weitere sich rund um den Pool unter Sonnenschirmen und auf Liegen entspannten, wurde die Sommerszene buchstäblich aufgewirbelt von einem seltenen Wetterphänomen.

Mini-Tornado aus dem Nichts reißt Sonnenliegen-Auflagen und Mobiliar fort

Ein Mini-Tornado bildete sich wie aus dem Nichts und traf die Hotelgäste augenscheinlich völlig unvorbereitet. Ein Handyvideo eines geistesgegenwärtigen Augenzeugen von dem Vorfall verbreitete sich in den sozialen Medien und wurde von dem US-Fernsehsender ABC aufgegriffen.

Zu sehen und zu hören ist, wie am Pool Panik unter den Hotelgästen ausbricht. Sonnenliegen-Auflagen, Handtücher und Mobiliar fliegt durch die Luft. Mehrere Menschen sollen bei dem Vorfall verletzt worden sein.

Staubteufel auf glühendheißem Boden können bis zu 200 km/h schnell werden

Ausgelöst soll das Phänomen von einem sogenannten Staubteufel worden sein. Diese entstehen auf glühendheißem Boden, wenn sich sogenannte Thermikblasen vom Boden ablösen und wirbelförmig rasch aufsteigen. In Extremfällen können solche Mini-Tornados Orkanstärke erreichen. Je nachdem, was sich in dem Wirbel verfängt, kann es auch zu Sandteufeln, Feuerteufeln oder sogar, unter extrem seltenen Umständen, Schneeteufel.

Bei Sandteufeln sind Spitzengeschwindigkeiten von 200 km/h möglich. Solche Mini-Tornados können innerhalb weniger Sekunden in sich zusammensacken oder sogar bis zu einer halben Stunde wüten. So wie am Hotelpool kann ein solcher Sandteufel nahezu unbeweglich an derselben Stelle verharren oder wandern. Dabei wurden wiederum Geschwindigkeiten von bis zu 100 km/h beobachtet.