Eine Fichte hat sich im Berliner Stadtteil Lankwitz auf die Garage eines Hauses gelegt. dpa/Finn Huwald

Erneut zieht ein Monster-Sturm über unsere Region, erneut ist der ganze Norden Deutschlands von einem Orkan betroffen. Und der forderte zahlreiche Opfer. 

Sturmtief: Von Solarmodul getroffener Mann stirbt in Belgien

19.43 Uhr. Ein durch den Wintersturm „Zeynep“ losgerissenes Solarmodul hat in Belgien einen Mann getötet. Der Mann habe das von einem Hausdach gewehte Bauteil am Freitag auf den Kopf bekommen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in Ostflandern. Er sei in einem Krankenhaus an den schweren Verletzungen gestorben. Als ein weiteres belgisches Opfer des in dem Land „Eunice“ genannten Sturmtiefs gilt ein 79-Jähriger. Er war am Freitag gestorben, nachdem er in einem Jachthafen in Ypern in Westflandern von einem Boot ins Wasser gefallen war. Mehr zu Toten und Schäden durch Orkantief Zeynep in ganz Europa hier! >>

Deutsche Bahn: mindestens bis Montagnachmittag Zugausfälle und Verspätungen

19.26 Uhr. Wegen der Unwetterschäden bleibt der Bahnverkehr im Norden Deutschlands und in Nordrhein-Westfalen bis mindestens Montagnachmittag stark beeinträchtigt. Es komme zu Verspätungen und Zugausfällen, teilte die Deutsche Bahn (DB) am Samstagabend mit und riet weiterhin dazu, Reisen in die betroffenen Regionen zu verschieben. „Vermeiden Sie Reisen von und nach Hamburg und Bremen“, hieß es. Mehr zu den Zugausfällen und Verspätungen bei der Deutschen Bahn hier! >>>

Orkan beschädigt KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen

18.22 Uhr. Nach Sturmschäden bleibt die KZ-Gedenkstätte Sachsenhausen in Oranienburg (Oberhavel) voraussichtlich bis Dienstag geschlossen. Die Stürme „Ylenia“ und „Zeynep“ haben Teile der historischen Lagermauer umgeweht. Zudem wurde bei einem Gebäude im ehemaligen KZ-Industriehof das Dach beschädigt. Mehrere Bäume stürzten um.

Orkan „Zeynep“ kostet Versicherer über 900 Millionen Euro in Deutschland, Schäden noch höher!

15.58 Uhr. Der Wintersturm „Zeynep“ hat nach einer ersten Schätzung versicherte Schäden von über 900 Millionen Euro verursacht. Der Sturm sei der intensivste seit „Kyrill“ im Jahr 2007 gewesen, teilte die auf Versicherungsmathematik spezialisierte Unternehmensberatung Meyerthole Siems Kohlruss (MSK) am Samstag in Köln mit. Die höchste Windgeschwindigkeit wurde demnach mit 162 Stundenkilometern am Leuchtturm „Alte Weser“ in der Deutschen Bucht erreicht.

„Für Deutschland gehen wir von versicherten Schäden von über 900 Millionen Euro aus“, sagte MSK-Geschäftsführer Onnen Siems. Die versicherten Schäden des vorangegangenen Sturms „Ylenia“ hatte das Unternehmen bereits auf 500 Millionen Euro geschätzt. Versicherte Schäden sind ausschließlich die Schäden, die am Ende auch von einem Versicherer übernommen werden. Die Gesamtschäden sind bei Stürmen und anderen Naturkatastrophen in aller Regel höher, zum Teil ganz erheblich.

Todesopfer-Zahl nach Monster-Sturm in Deutschland erhöht sich auf vier

13.57 Uhr. Nach neuesten Zahlen sind vier Menschen infolge des Orkans Zeynep in Deutschland ums Leben gekommen. Drei Menschen starben demnach in Nordrhein-Westfalen, eine Person in Niedersachsen. Mindestens weitere elf Personen starben an Folgen des Orkans Zeynep im europäischen Ausland.

Wegen Sturm: Baum stürzt auf Klinik-Gebäude - 17 Patienten in Sicherheit gebracht

13.49 Uhr. Durch das Sturmtief „Zeynep“ ist in der Nacht zum Samstag ein Baum auf ein Klinik-Gebäude in Bad Zwischenahn (Niedersachsen) gestürzt. Eine rund neun Meter hohe Fichte sei umgekippt und auf das Gebäude im Landkreis Ammerland gefallen, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. 17 dort untergebrachte Patienten wurden von den Einsatzkräften in Sicherheit gebracht. Verletzt wurde den Angaben zu Folge niemand.

Wackel-Landungen werden Quotenhit

13.28 Uhr. Ein YouTuber ist mit seiner Live-Übertragung vom Londoner Flughafen Heathrow während des Sturms zum Quotenhit geworden. Mehr als 150.000 Menschen sahen zu, als er die Wackel-Landungen der Flieger live in die Wohnzimmer übertrug und kommentierte. Die dramatischen Bilder sehen Sie hier:

Spektakuläre Videos: YouTuber überträgt Wackel-Landungen während des Orkans live! >>

Nach Sturmtief: 52 000 Kunden von Ausfällen im Telefonnetz betroffen

13.15 Uhr. Nach Ausfällen beim Energieversorger Wemag Netz GmbH in Westmecklenburg, der Prignitz und im Amt Neuhaus ist auch das Telefonnetz der Telekom von den Störungen betroffen. Durch die Unterbrechung der Stromversorgung seien rund 135 Mobilfunkstationen in Mecklenburg-Vorpommern ausgefallen, sagte eine Telekom-Sprecherin am Samstagvormittag. Sowohl Mobilfunk- als auch Festnetzkunden seien betroffen. Insgesamt seien rund 52 000 Kunden, unter anderem in Rostock und Neubrandenburg betroffen, der Radius der ausgefallenen Stationen reiche teilweise bis nach Sachsen-Anhalt.

Bahnverkehr in Deutschland nach Sturm weiter stark beeinträchtigt

12.58 Uhr. Auch nach dem weitgehenden Abflauen des Sturmtiefs „Zeynep“ bleibt der Bahnverkehr in Deutschland massiv eingeschränkt. „Nördlich von Dortmund, Hannover, Berlin können keine Fernzüge fahren, auch nicht zwischen Berlin und Halle-Leipzig“, sagte Bahn-Sprecher Achim Stauß am Samstagmittag in Berlin. Ebenso könne weiterhin der Regionalverkehr im Norden Deutschlands „flächendeckend nicht stattfinden“. Noch mindestens für den gesamten Tag werde es Zugausfälle geben.

Durch die Stürme der vergangenen Tage seien „mehr als tausend Bahnkilometer in Deutschland stark betroffen und beschädigt“, sagte Stauß weiter. Rund 2000 Einsatzkräfte seien „rund um die Uhr“ dabei, Strecken freizuschneiden oder beschädigte Oberleitungen zu reparieren. Auch Hubschrauber seien im Einsatz, „um Strecken zu erkunden und festzustellen, ob ein sicherer Bahnbetrieb wieder möglich ist“.  Schon jetzt sei klar, „dass viele Strecken im Norden auch heute im Laufe des Tages noch nicht wieder befahrbar sein werden.“ Die Deutsche Bahn forderte erneut alle Fahrgäste auf, geplante Reisen in die Unwetter-Regionen „wenn möglich zu verschieben“.

Nach Sturmnacht: Berliner S-Bahnen fahren wieder - aber eingeschränkt

11.47 Uhr. Die S-Bahnen in Berlin fahren wieder - wenn auch weiterhin mit großen Einschränkungen. Um 9 Uhr morgen sei der Betrieb wieder aufgenommen worden, teilte die Deutsche Bahn am Samstagmorgen mit. Freie Fahrt besteht demnach auf Teilstrecken der Linien S1, S25, S3, S45, S46, S7 und S75 sowie auf der gesamten Strecke der S41. Nach Angaben der Bahn kommt es weiterhin zu diversen Streckensperrungen.

Sturmflut spült kompletten Strand weg

dpa/Daniel Reinhardt
Ein Fußgängerübergang in Büsum wird während des Orkantiefs Zeynep von den Wellen der Nordsee umspült.

11.44 Uhr. Das Sturmtief „Zeynep“ hat auf der ostfriesischen Insel Langeoog auch den Sandstrand beschädigt. „In Teilen ist gar kein Strand mehr da, die Abbruchkante geht bis zu den Dünen“, sagte Inselbürgermeisterin Heike Horn am Samstag. Zum Ausmaß des Schadens könne sie aber nichts sagen. Das müsse der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) beurteilen, sagte Horn.

Menschen seien in der Sturmnacht auf ihrer Insel ihrer Kenntnis nach nicht verletzt worden, sagte Horn. Es seien aber Bäume entwurzelt worden, viele Zäune durch die Gegend geflogen und Vordächer beschädigt worden, die von den Hausbesitzern fixiert werden mussten.

Auch auf der Nordseeinsel Wangerooge wurde ein großer Teil des Strandes ins Meer gespült.

Lesen Sie dazu auch: Orkan „Zeynep“ fegt über Urlaubsparadies hinweg: 90 Prozent des Strandes von Wangerooge einfach weg! >>

Brandenburgs Regionalleitstelle: An zwei Sturmtagen jeweils mehr als 700 Einsätze

11.40 Uhr. Die beiden Orkantiefs „Ylenia“ und „Zeynep“ haben den Feuerwehren der Regionalleitstelle Brandenburg seit Donnerstag jeweils mehr als 700 Einsätze beschert. „Alle Berufs- und Freiwillige Feuerwehren waren im Einsatz“, sagte eine Sprecherin am Samstag auf Anfrage. Die Leitstelle ist zuständig für die Stadt Brandenburg/Havel sowie die beiden Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming. „Die Einsätze werden priorisiert und danach abgearbeitet“, sagte sie. Glücklicherweise habe es in dem Bereich keine Verletzten gegeben. Meist mussten umgestürzte Bäume von den Straßen geräumt oder heruntergefallene Dachziegel als Gefahrenquelle beseitigt werden.

Wegen Unwetterwarnung: Berliner Fußball-Verband sagt sämtliche Spiele ab

11.30 Uhr. Wegen der Warnung des Deutschen Wetterdienstes vor Sturmböen hat der Berliner Fußball-Verband (BFV) am Samstag alle Spiele abgesagt. Die spielleitenden Ausschüsse des BFV verständigten sich auf eine Generalabsage in sämtlichen Spielbetriebsbereichen, nachdem die Unwetterwarnung für Berlin bis in den Nachmittag verlängert worden war, hieß es auf der Internetseite des Verbandes.

Betroffen von den Absagen war unter anderem die Regionalliga-Partie zwischen dem Berliner AK 07 und dem 1. FC Lokomotive Leipzig. Die Generalabsage gelte vorerst nur für Samstag, hieß es vom Verband. Der Spielbetrieb am Sonntag werde nach bisherigem Stand wie geplant stattfinden.

Zeynep zieht ab, aber keine Entwarnung

10.51 Uhr. Orkan Zeynep zieht im Laufe des Tages ab. Aber es rasen schon wieder neue Sturmtiefs auf uns zu. Schon ab Sonntagabend könnten sie uns treffen. Dazu kommt die Gefahr eines unwetterartigen Dauerregens. Mehr zu den Prognosen hier:

Lesen Sie auch: Neue Unwetter-Warnungen: Wieder Orkan möglich, gefährliche Regenmassen - die Gefahr ist nicht vorbei! >>

Mindestens neun Tote in ganz Europa

10.05 Uhr. Mindestens neun Menschen sind am Freitag in Deutschland und anderen Ländern durch das Orkantief „Zeynep“ ums Leben gekommen. So lautet die vorläufige Bilanz der Behörden am Samstagmorgen. Die Todesspur des Sturms zieht sich durch England, die Niederlande und Deutschland.

Lesen Sie dazu: Killer-Orkan „Zeynep“: Todesspur durch Europa – mindestens neun Opfer! Neue Unwetter-Warnung für Sonntag! >>

Berliner Feuerwehr rückt zu rund 800 Sturm-Einsätzen aus

08.30 Uhr. Die Berliner Feuerwehr ist wegen des Orkantiefs „Zeynep“ am Freitag und frühen Samstag rund 800 Mal ausgerückt. „Wir waren die ganze Nacht auf Trab“, so ein Sprecher der Feuerwehr am Samstagmorgen. Es habe sich aber vor allem um kleinere Einsätze gehandelt. Verletzt wurde nach den bisherigen Erkenntnissen niemand.

In Dahlem wurden mit 108 Stundenkilometern die höchsten Windgeschwindigkeiten in ganz Berlin gemessen, wie eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes am Samstagmorgen sagte.

Schöneberg: Baum stürzt auf S-Bahn-Gleise

06.00 Uhr. In Schöneberg war ein Baum auf die Gleise der S-Bahn gestürzt. Ein Zug sei gegen das Hindernis am Priesterweg gefahren. Da es sich um einen kleinen Baum gehandelt hätte, sei niemandem etwas passiert. In der S-Bahn saßen rund 80 Fahrgäste. Die Feuerwehr räumte die Gleise wieder frei.

Treptow: Sturm deckt Dächer ab

05.00 Uhr. In Treptow habe der Sturm das Flachdach eines Bürogebäudes abgedeckt, sagte der Feuerwehrsprecher. In der Villengegend Grunewald seien zudem viele Bäume umgestürzt. Hier war die Feuerwehr im Einsatz, um die Straßen freizumachen. Ansonsten hätten sich die Feuerwehrleute um zahlreiche kleinere Dinge wie lose Bauteile kümmern müssen.

Auf dem BER ruhen die Gepäckbänder

Am Hauptstadtflughafen BER haben am späten Freitagabend Hunderte trotz des Unwetters angekommene Fluggäste vergeblich auf ihre Koffer gewartet. Das berichtete ein dpa-Reporter. Der Flughafen habe wegen des Sturms die Bestückung der Gepäckbänder eingestellt. Die Reisenden sollten ihre Koffer nun am Samstag abholen. Zudem bildeten sich lange Schlangen am Taxistand. Die Flüge an sich kamen laut Ankunftstafel des Airports trotz des Orkantiefs „Zeynep“ planmäßig an.

Viele Feuerwehreinsätze wegen des Sturms in Brandenburg

04.30 Uhr. Das Orkantief „Zeynep“ hat der Feuerwehr in Brandenburg in der Nacht zum Samstag zahlreiche Einsätze beschert. Der Sturm habe landesweit viele Bäume entwurzelt, berichteten die Leitstellen. Von verletzten Menschen wurde zunächst nichts bekannt.

In Potsdam stürzten zwei Bäume auf eine parkende Straßenbahn. Sie sei leer gewesen, so dass niemand verletzt wurde, berichtete ein Sprecher der Leitstelle Nordwest in Potsdam. In Premnitz im Havelland stürzte ein Baum in eine Oberleitung an einer Bahnstrecke.

In Brandenburg an der Havel deckte der Sturm das Dach einer alten Industriehalle ab. Dachteile stürzten auf eine relativ stark befahrene Straße, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. Auch dabei wurde niemand verletzt.

Die Leitstelle Lausitz schätzte die Sturmlage als beherrschbar ein. Zwar seien Dutzende Bäume in der Region umgestürzt, aber andere größere Vorkommnisse wurden zunächst nicht gemeldet. Der Sturm sollte in den frühen Morgenstunden langsam abflauen.

Im Berliner Ortsteil Lichtenrade droht ein Baum auf ein Haus zu stürzen

00.30 Uhr. Im Berliner Ortsteil Lichtenrade drohte ein Baum auf ein Wohnhaus zu stürzen. Die Feuerwehr kam mit einem Kran zum Einsatz, wie es in einer Twittermeldung hieß.

Zwei Menschen sterben in NRW, einer in Niedersachsen

00.05 Uhr. Bei Verkehrsunfällen während des Durchzugs von Sturmtief „Zeynep“ sind im Kreis Steinfurt in Nordrhein-Westfalen am Freitagabend zwei Autofahrer ums Leben gekommen. Auf der Bundesstraße 54 bei Altenberge prallte ein Wagen gegen einen quer auf der Fahrbahn liegenden Baum, der während des Sturms umgestürzt war, wie ein Polizeisprecher am Abend mitteilte. Der 56-jährige Fahrer wurde im Auto eingeklemmt. Er starb noch am Unfallort.

In Saerbeck überschlug sich der Wagen eines 31-Jährigen. Der Mann starb noch am Unfallort. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar, vermutlich sei das Auto von einer Windböe erfasst worden, so ein Sprecher der Feuerwehr.

In der niedersächsischen Gemeinde Wurster Nordseeküste ist ein Mann während des Sturms von einem Dach gestürzt und gestorben. Der 68-Jährige habe in der Nacht auf Samstag versucht, das beschädigte Dach eines Stalls zu reparieren, teilte die Polizei mit. Dabei sei er durch das Dach gebrochen und rund zehn Meter in die Tiefe gestürzt.

In Hamburg hat der Sturm an einem Wohnhaus gewütet

23.40 Uhr.  Die Polizei in Hamburg berichtet über einen Einsatz an einem Wohnhaus. Die Fassade des Mehrgeschossers ist eingestürzt, heißt es bei Twitter.

Bahnverkehr auch am Sonnabend behindert

23.20 Uhr. Bahnreisende in Deutschland müssen wegen der Auswirkungen des Sturms „Zeynep“ auch am Sonnabend noch mit Einschränkungen rechnen. Im Norden Deutschlands war der Zugverkehr am Freitag bis mindestens zum Betriebsschluss eingestellt worden. Bevor der Verkehr wieder aufgenommen werden könne, seien erst „umfangreiche Erkundungsfahrten“ nötig, teilte die Deutsche Bahn am Abend mit. Eine Übersicht über eventuelle Schäden hatte die Bahn am Abend noch nicht.

In Thüringen Auto mit Anhänger von der Straße geweht

23.00 Uhr. In Thüringen brachten die Sturmböen Fahrzeuge nördlich von Erfurt wie Spielzeuge zum Umkippen. Auf der Bundesstraße 4 bei Greußen sei ein Auto mit Anhänger regelrecht von der Straße geblasen worden, sagte ein Sprecher der Landeseinsatzzentrale in Erfurt. Bei Straußfurt kippte der Wind einen Transporter um. Menschen wurden hier nicht verletzt.

Viele Einsätze in Brandenburg

22.30 Uhr.  Viel zu tun auch für die Feuerwehren in Brandenburg: „Wir fahren vermehrt Einsätze“, sagte ein Sprecher der Regionalleitstelle Nordost am Abend. Es gebe wegen „Zeynep“ erste umgefallene Bäume und auch Verkehrsunfälle in den Landkreisen Barnim, Oberhavel und Uckermark.

Auch die Regionalleitstelle Brandenburg, in deren Zuständigkeit die Landkreise Potsdam-Mittelmark und Teltow-Fläming sowie die Stadt Brandenburg/Havel fallen, verzeichnete deutlich mehr Einsätze. In den Landkreisen Ostprignitz-Ruppin und Havelland mussten sich die Feuerwehrleute um umgekippte Bäume und abgebrochene Äste kümmern, wie es von der Regionalleitstelle Nordwest hieß.

Heftige Schäden in NRW: Mehrere Bäume landen auf Hausdächern

22.10 Uhr. In Nordrhein-Westfalen hat "Zeynep" etliche Spuren hinterlassen. Bäume, Bauzäune und Straßenschilder fielen um. Im Zugverkehr gab es starke Beeinträchtigungen. In Solingen wurde ein Mensch durch herabfallende Dachziegel verletzt, wie ein Stadtsprecher sagte. In Mülheim stürzten nach Angaben der Feuerwehr mehrere 25 Meter hohe Buchen aus einem Waldstück quer über die Straße und landeten auf Hausdächern.

In Düsseldorf (NRW) ist ein Baum umgefallen und hat dabei ein Haus leicht beschädigt. dpa/David Young

Berliner Feuerwehr ruft den Ausnahmezustand aus

21.30 Uhr. Wegen des Sturms hat die Feuerwehr am Freitagabend erneut den Ausnahmezustand ausgerufen. Nach Angaben eines Sprechers gab es seit 20.00 Uhr 68 Einsätze. „Viele Dinge, die nicht gesichert sind, fliegen jetzt durch die Gegend, etwa an Baustellen“, so ein Sprecher. Gegen 20.00 Uhr hatte es laut dem Livestream vom Wetterdienst „Kachelmannwetter“ in der Hauptstadt Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von fast 100 km/h gegeben. Zu diesem Zeitpunkt habe eine Kaltfront die Region überquert.

Ausnahmezustand bedeutet derzeit bei der Berliner Feuerwehr, es gehen so viele Alarmrufe ein, dass sie nicht mehr - wie sonst üblich - nacheinander abgearbeitet werden können, sondern andere Prioritäten gesetzt werden. Das kommt häufiger vor.

THW unterstützt Feuerwehr

20.30 Uhr.  Die Berliner Feuerwehr bereitet sich auf das nächste Sturmtief vor. „Wir sind in intensiven Vorbereitungen auf die vor uns liegende Nacht“, sagte Landesbranddirektor Karsten Homrighausen in der RBB-Abendschau. Die Leitstelle sei verstärkt worden, Abstimmungen mit der Freiwilligen Feuerwehr liefen, Fachberater des Technischen Hilfswerks seien an der Koordination der Einsätze beteiligt. Nur einen Tag nach dem heftigen Sturm am Donnerstag stehen die Feuerwehrleute damit vor einer neuen Herausforderung - nachdem der einsatzstärkste Tag der vergangenen zehn Jahre hinter ihnen liegt, wie Homrighausen sagte. Insgesamt seien fast 2700 Einsätze am Donnerstag von 0.00 bis 24.00 Uhr bewältigt worden, so der Landesbranddirektor. „Das übertrifft sogar die Lagen, die wir Silvester hier in der Stadt vor der Corona-Pandemie hatten.“

Sturmflut in Hamburg erwartet

20.00 Uhr. In Norddeutschland haben die Vorboten des Sturmtiefs „Zeynep“ bereits am Freitagabend viel Kraft gezeigt. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) meldete für 17.00 Uhr auf den Inseln Helgoland und Sylt Böen der Stärke 9, in Hamburg-Fuhlsbüttel wurden Böen der Windstärke 8 gemessen. Für den Abend und die Nacht warnte der DWD vor extremen Orkanböen der Stärke 12 an der Nordsee mit bis zu 160 Kilometern pro Stunde. Hamburg und Schleswig-Holstein bereiteten sich außer auf den Orkan auch auf eine Sturmflut vor. Für die Hansestadt kündigte der DWD orkanartige Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 115 Stundenkilometern an.

Zwei Menschen sterben in den Niederlanden

18.20 Uhr.  Durch das auch in Deutschland und anderen europäischen Staaten wütende Sturmtief „Zeynep“ sind in den Niederlanden zwei Menschen getötet worden. Ein Mensch sei in Amsterdam von einem umfallenden Baum getötet worden, teilte die Feuerwehr am Freitag auf Twitter mit. Ein zweiter Mensch starb, als im Amsterdamer Vorort Diemen ein Baum auf sein Auto fiel.

Bürger sollen zu Hause bleiben

17:00 Uhr: Um Schäden und Unfälle zu vermeiden, sollten Bürger auch in Deutschland zu Hause bleiben und Vorbereitungen treffen. „Alles, was auf der Terrasse ist, was nicht niet- und nagelfest ist, am besten reinholen, in die Garage stellen“, sagte Christopher Rehnert, Leiter der Feuerwehr Lüdenscheid, am Freitag in der ARD.

Für die Nacht zu Samstag wurden an der Nordseeküste Windgeschwindigkeiten von bis zu 160 Stundenkilometern erwartet. In der zweiten Nachthälfte sollte „Zeynep“ auf die Ostseeküste treffen und dann allmählich nachlassen. Damit sei die Unwettergefahr erst einmal gebannt, auch wenn es stürmisch bleibe, sagte ein DWD-Meteorologe.

Zoo und Tierpark Berlin erneut wegen Sturmwarnung am Sonnabend geschlossen

15:18 Uhr: Nach einer erneuten Sturmwarnung des Deutschen Wetterdienstes werden sowohl der Zoo als auch der Tierpark Berlin am Sonnabend schließen. Sofern keine gravierenden Sturmschäden auftreten und sich die Unwetterlage beruhigt habe, planen Zoo und Tierpark am Sonntag wieder zu öffnen. Das Aquarium Berlin bleibe geöffnet, teilte eine Zoosprecherin mit.

Bereits am Donnerstag waren die Tiergärten dicht. Glücklicherweise hätten alle Tiere und Mitarbeiter den Sturm Ylenia gut überstanden und seien nicht zu Schaden gekommen, teilte Zoo- und Tierpark-Direktor Andreas Knieriem mit.

Sturmtief „Zeynep“ verwüstet in London Millenium Dome

15.15 Uhr: Unter dem Namen „Eunice“ wütet das in Deutschland „Zeynep“ getaufte Sturmtief am Freitag in Großbritannien: Dort liegt das öffentliche Leben teilweise lahm, zahlreiche Zerstörungen wurden gemeldet. In London wurde erstmals die höchste Warnstufe Rot ausgerufen. Sie galt auch für Teile Südwest- und Südostenglands sowie Wales. Bürgermeister Sadiq Khan forderte die Menschen in der britischen Hauptstadt dazu auf, zuhause zu bleiben. Wegen umherfliegender Trümmerteile bestehe Lebensgefahr, warnte der Wetterdienst Met Office.

Auf Videos, die im Internet kursierten, war zu sehen, wie die Bespannung des Millennium-Domes im Londoner Stadtteil Greenwich teilweise fortgerissen wurde. Unter der zur Jahrtausendwende errichteten zeltartigen Konstruktion befindet sich die O2-Arena, in der es oft Musik- und Sportveranstaltungen gibt. Der Zugverkehr in London wurde teilweise eingestellt.

Deutsche Bahn schränkt Reiseverkehr im Norden wegen Sturm-Folgen  schrittweise ein

14.25 Uhr: Vor dem kommenden Sturm drohen für den Verkehr nun erneut Einschränkungen. Die Deutsche Bahn bat deshalb ihre Fahrgäste, sich vor Reiseantritt über ihre Verbindung auf bahn.de oder im DB Navigator zu informieren.

Orkan-Kaltfront nähert sich von Westen

Orkan „Zeynep“ wütet im Norden: Diese Regionen trifft es am härtesten

14.09 Uhr: Schwerpunkt der neuen Sturm- beziehungsweise sogar Orkanlage sei bis Samstagfrüh die Nordhälfte Deutschlands, sagten die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) voraus. Betroffen seien Teile von Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Berlin, Nordrhein-Westfalen, Hessen, Thüringen und Sachsen. Auch Großbritannien, die Niederlande und Frankreich bereiten sich vor.

Kräftiger Wind, Böen, Orkan: So wirken sich Windgeschwindigkeiten aus