Wird es in Berlin wieder so viel Schnee wie im Februar geben? Momentan sieht es nicht danach aus, auch wenn kaltes Wetter droht. Fotos: imago/STPP, imago/Christian Ohde

Noch zwei Monate, dann ist Nikolaus – und wir alle stecken dann mitten in der Vorweihnachtszeit. Nach dem irren Schneefall der letzten Saison hoffen auch in diesem Jahr wieder viele darauf, dass es einen weißen Dezember gibt. Aber: Wie sieht es damit aus? Bis kürzlich ging das amerikanische Wettermodell Noaa davon aus, dass es im Dezember zu warm werden könnte – doch nun scheinen die Prognosen zu kippen. In seinem aktuellen Wetterbericht wartet Meteorologe Dominik Jung von wetter.net mit einer Überraschung auf…

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Wetter: Die Prognosen kippen – wird es im Dezember eiskalt?

„Die Europäer berechnen ja immer Monatsprognosen – zu jedem Monatsanfang gibt es Prognosen für die nächsten Monate“, erklärt Jung in seinem aktuellen Wetterbericht. „Und jetzt kam gerade die aktuelle Dezemberprognose heraus.“ Und die biete wirklich eine Überraschung. Denn: Das europäische Wettermodell rechnet mit einem zu kalten Dezember! Zum Vergleich: Das amerikanische Modell besagt, dass der Monat normal temperiert ausfallen soll – in weiten Teilen Europas.

Die neuen Berechnungen der Europäer drücken die Vorhersagen nun nach unten. „Wir sehen: Über der Mitte und im Süden Deutschlands blaue Farben – genau über Deutschland wäre also ein kleiner Kältepol mit kälteren Temperaturen, als man im langjährigen Klimamittel erwarten würde“, erklärt er. Das sei außergewöhnlich – denn in den vergangenen Jahren habe man immer einen zu warmen Dezember prognostiziert.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung von wetter.net.

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Und wie sieht es im Niederschlags-Bereich aus? „In weiten Teilen Europas könnte der Dezember zu trocken werden.“ Das bedeutet: Es könnte ruhiges Winterwetter auf uns zukommen. „Der große Schneebringer wäre diese Wetterlage nicht.“ Für alle Winterfreunde sei die Prognose trotzdem ein positiver Trend. „Es könnte ein winterlich kalter Dezember werden – aber wahrscheinlich leider auch ein sehr teurer Monat“, sagt Jung. Denn: Die Heizkosten steigen.

Am Donnerstag soll es nach Schmuddel-Tagen wieder schöner werden

Und wie sieht es im Oktober aus? Ab Donnerstag soll es nach den etwas schmuddeligen Tagen wieder schöner und trockener werden. „Freitag, Samstag, Sonntag und Montag bringen dann verbreitet goldenes Oktoberwetter. Meist scheint nach Nebel oder Dunst die Sonne und es ist trocken“, sagt Jung. „Die Höchstwerte liegen dann um 15 bis knapp 20 Grad.“

Aber: Die Nächte seien dann ebenfalls meist wolkenlos und ganz schön kalt. „Sonntagmorgen deutet sich in der Mitte und im Süden schon wieder Bodenfrost an“, sagt Jung. „Das wäre dann am Sonntagmorgen der kälteste Morgen seit Ende Mai. Der Winter, die kalte Jahreszeit wirft seine Schatten voraus.“