Es bleibt stürmisch in Deutschland. Imago/NurPhoto

Was für ein heftiger Sturm. Hört das denn gar nicht auf? Kaum ist Orkan Zeynep abgeflaut, rast schon der nächste Sturm auf uns zu: Die Kaltfront „Antonia“ erwischt uns am Sonntagabend, Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net befürchtet noch schlimmere Auswirkungen als die Zerstörungen durch Orkantief Ylenia.

Das Vekehrsunternehmen ODEG reagierte bereits und kündigte an, dass am 17 Uhr in der Region Berlin-Brandenburg kein Zug mehr fahren wird. Laut rrb wird der Regionalbahnverkehr insgesamt in der Nacht zu Montag erneut komplett eingestellt.

Und auch mittelfristig wird die Sturm-Wetterlage noch anhalten! „Ein Tief nach dem anderen kommt nach Deutschland gezogen. Da kommt so schnell keine Ruhe rein“, so Dominik Jung.

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Schon in der Nacht zu Sonntag kam es im Nordwesten erneut zu Orkanböen. Laut einigen Wetter-Experten könnte Deutschland diesmal zwar ein bisschen glimpflicher davonkommen. Andere Meteorologen sehen das aber anders. Unwetter-Warnungen gibt es auf jeden Fall! Zudem wird es richtig nass!

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Neuer Sturm „Antonia“ wütet über Europa

Am Sonntag erreicht Orkan „Antonia“ Europa. Mit ein bisschen Glück flaut er diesmal über den Landmassen von Irland und Großbritannien ein wenig ab. Dort wird es wieder einen heftigen Orkan geben. Deutschland könnte im Windschatten liegen und deshalb etwas weniger betroffen sein.

Dominik Jung glaubt daran nicht: Vor allem im Norden und Westen Deutschlands hält er auch wieder Böen von bis zu 120 km/h für möglich.

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Über die Nordsee zieht auch das neue Sturmtief zu uns. Hier wird Büsum von „Zeynep“ getroffen. dpa/Daniel Reinhardt

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In jedem Fall werden die Windgeschwindigkeiten ab Sonntagabend wieder ansteigen. Es wird auch wieder stürmisch. Spitzenwinde liegen überall bei mindestens 80 km/h, das entspricht einem schweren Sturm. Im Verhältnis am ruhigsten wird es im Osten bleiben.

Die Sturmgefahr bleibt bis Dienstag. Dazu kommt diesmal eine andere Gefahr. Denn es zieht Dauerregen im Norden und Westen auf. Und der kann sich schnell zu einem Unwetter auswachsen.

Unwetterartiger  Dauerrregen möglich

Der Dauerregen startet am Sonntag, bleibt am Montag und Dienstag und legt sich über den ganzen Norden Deutschlands. Möglich sind dabei regional bis zu  60 Liter Regen pro Quadratmeter bis zum Mittwoch. So viel fallen normalerweise nicht mal in einem ganzen Monat.

Dazu kommt der Wind und aufziehende Kälte. Es wird also extrem ungemütlich.

Bis in tiefe Lagen kann es am Montag sogar Schneefall geben. Das Weiß hält allerdings nicht und taut schnell wieder weg.

Da viele Bäume wegen der letzten Stürme bereits vorgeschädigt sind, besteht weiter die große Gefahr, dass bei Nässe und Böen um 100 km/h  Bäume umgerissen werden. Bleiben Sie bitte vorsichtig!

Bis zu 15 Grad am Wochenende

Und auch die Temperatur-Achterbahn fährt weiter. Gibt es am kühlen Montag noch Schneefall, steigen die Werte am Mittwoch schon wieder auf über 10 Grad. Dann beruhigt sich die Lage. Bis zum kommenden kommenden Wochenende sind dann sogar 15 Grad möglich.

Der Februar ist also eher ein früher April. Stürme, Regen, Sonne - ein echter Winter fühlt sich anders an. In der zweiten Wochenhälfte können wir uns auf jeden Fall erstmal wieder über Frühling  freuen.