Das Brandenburger Tor im Schnee – so sah der Winter in Berlin im vergangenen Jahr aus. Wird es auch dieses Jahr so frisch? Foto: Imago/Pop-Eye, imago/Panthermedia

Der Herbst ist in vollem Gange, die ersten Weihnachtsmärkte öffnen bereits ihre Pforten, der Run auf die Geschenke beginnt nach und nach – aber was ist mit dem Wetter? Nachdem Petrus uns im vergangenen Jahr einen Traum-Winter beschwerte und echte Schneemassen vom Himmel kamen, hoffen viele Menschen auch in diesem Jahr auf ein weißes Weihnachtsfest und einen klirrend kalten Dezember. Einige Prognosen gab es schon – und die verändern sich ständig. Wie sieht es im Moment aus?

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Wetter-Prognose für den Winter: So kalt soll es bei uns werden

Das verrät Meteorologe Dominik Jung in seinem aktuellen Wetterbericht – und klärt die Frage, die sich im Moment viele stellen: Steht uns in diesem Jahr ein arktischer Rekord-Winter bevor? Grund für die Befürchtung ist eine Prognose des Europäischen Wettermodells.

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„Im Oktober gab es Hoffnung für uns Winterfreunde“, erklärt Jung. Vor allem in der Mitte und im Süden des Landes zeigte die Wetterkarte eher blaue Farben. „Hier könnte tatsächlich der Dezember zu kühl ausfallen.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Aber: Die neueste Prognose von Anfang November kommt auch ohne den blauen Kälte-Fleck auf der Karte aus, nun dominieren Weiß und helles Orange das Bild. Was bedeutet das? „Jetzt wird es doch eher leicht zu warm im Norden, im Nordosten und im Westen und Südwesten insgesamt normal temperiert“, kündigt Jung an. „Die blauen Farben sind verschwunden, da wurde das ganze also etwas nach oben gerechnet, weg vom kalten Winter, mehr auf die Mild-Schiene.“

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Und der Januar und Februar? Hier sah das Europäische Wettermodell im Oktober einen normal temperierten Winter. Und nun müssen Winter-Fans ganz besonders stark sein: „Auch das ist verschwunden. Jetzt ist es eher ein halbes Grad bis ein grad zu warm im Vergleich zum langjährigen Klimamittel.“

Wetter im Winter: So kalt wird es im Januar und im Februar

In beiden Monaten könnte es also deutlich milder ausfallen als normalweise. „Damit nähert sich das europäische Wettermodell auch dem amerikanischen an“, sagt Jung. „Es bleibt also spannend – auch wenn es erstmal ein kleiner Rückschlag für Winter-Fans ist.“

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Übrigens: In den kommenden Tagen gibt uns erstmal nicht der Winter, sondern der Herbst volle Breitseite. Es soll reichlich Wolken geben, immer wieder Regen fallen. Die Temperaturen liegen bei bis zu zwölf Grad, in den kommenden Tagen wird es dann sogar noch etwas kühler. Zuvor fegt aber ein Sturm durch den Norden: Böen mit bis zu 90 Kilometern pro Stunde sind angesagt. „Wir müssen mit einer Sturmflut rechnen“, kündigte Jung für den Sonntagabend an.

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