Nach Abkühlung werden sich ab dem Wochenende wieder viele Menschen sehnen. Bis dahin bleibt es herbstlich.  dpa/Marijan Murat

Unvermittelt befinden wir uns mitten im Herbst: Stürmisch aufbrausender Wind, Temperaturen, die vielerorts kaum noch die 20-Grad-Marke erreichen, viele Wolken und Schauer. War es das tatsächlich schon mit dem Sommer? Wenn es nach Adrienne Jeske von wetter.net geht, legt die warme Jahreszeit nur eine Verschnaufpause ein. „Am Wochenende kommt das Sommerwetter wieder zurück“, so die Wetterexpertin in ihrem jüngsten Wetter-Update auf Youtube. Temperaturen von 30 Grad Celsius seien am Sonnabend drin: Badewetter vom Feinsten, ein Sommer-Nachschlag für alle, die aus ihrem Sommerurlaub zurückgekehrt sind und am Wochenende noch einmal die warme Jahreszeit genießen wollen.

Die Angelegenheit hat allerdings mehr als einen Haken. In unserer Region haben wir es in den kommenden Tagen vor allem mit Skandinavien-Tief Luciano zu tun, das unser Wetter herbstlich durcheinanderwirbelt. Feuchte Meeresluft strömt nach Berlin und Brandenburg, in der Folge bilden sich in den kommenden Tagen viele Wolken, aus denen es allerdings nur hin und wieder etwas regnen wird. Hin und wieder schaut die Sonne auch heraus, und die Höchstwerte testen immer wieder die 20-Grad-Marke. Am Mittwoch bleibt es in unserer Region überwiegend trocken, am Donnerstag kann es etwas regnen. Der Freitag startet dem Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge regnerisch, doch im Tagesverlauf wird es auflockern. Die Tiefstwerte bleiben noch mild: In Berlin werden sie in der Nacht zu Donnerstag nicht einmal die 16-Grad-Marke unterschreiten.

Hitze-Hoch Fridoline bahnt sich ihren Weg aus Südwesten

Dann bahnt sich Hitze-Hoch Fridoline ihren Weg. Wieder einmal kommt die Heißluft aus Südwesteuropa. Kein Wunder, dass das schöne Sommerwetter Deutschlands Südwesten mit voller Kraft erfasst: Die 30-Grad-Marke ist dort am Sonnabend das Maß aller Dinge. Der Sonnabend verspricht in Berlin und Brandenburg allerdings noch nicht ganz so sommerlich zu werden wie erhofft: 22 bis 25 Grad Celsius sind bei uns drin, dazu gibt es einen Wechsel von Sonne und Quellwolken. Allerdings bleibt es wohl trocken.

Und jetzt wird es spannend: Die große Hitze könnte uns tatsächlich ab Sonntag erfassen: Zwei Wettermodelle berechnen dann auch bei uns Werte um die 30 Grad Celsius, anderen Berechnungen zufolge würde es allerdings deutlich kühler bleiben. Setzt sich die heißere Luft aus Südwesten durch, wäre auch eine längere Hitzewelle bis weit in die kommende Woche hinein drin. Der DWD geht aber zunächst davon aus, dass der Sonntag eher eine Eintagsfliege bleibt, die Höchstwerte würden sich dann weiterhin mühsam über die 20-Grad-Marke schleppen. Zunächst bleibt es also spannend. Je näher das Wochenende heranrückt, desto genauer wissen wir es!