Gerade erst hat sich die Lage beruhigt, doch zum Wochenende ziehen schon neue Unwetter über Deutschland auf. Fotos: Imago/Christian Ohde, wetter.net, Imago/NurPhoto

Gerade erst scheint die eine Katastrophe überstanden, in Teilen Deutschlands laufen die Aufräumarbeiten nach der Horror-Flut – doch ganz überstanden scheint die Wetterlage nicht. Denn: Laut Wetter-Experten soll es schon am Wochenende zu neuen Unwettern kommen. Dominik Jung von wetter.net warnt etwa vor weiteren Gewittern, Starkregen und sogar vor neuen Sturzfluten. Besteht jetzt wieder Hochwasser-Gefahr?

Ein Tief aus dem Westen hat es in sich, bringt neues Chaos-Wetter

Die Menschen in den Katastrophengebieten konnten die ruhigen Wetterlagen der letzten Tage zum Aufräumen nutzen – doch jetzt kommt es scheinbar nochmal richtig dicke!  Am Samstag und Sonntag stelle sich wieder eine unbeständige und schwülwarme Wetterlage ein, heißt es in einer Mitteilung von wetter.net.

„Aus Westen kommt ein Tief herangezogen und das hat es in sich. Es bringt wieder kühle Luftmassen und die treffen wieder einmal auf vorhandene schwüle und feuchte Luftmassen. In der Folge gibt es ab Samstagmittag im Westen, auch in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz, neue Schauer, Gewitter und leider auch Unwetter. Dabei kommt es lokal zu Starkregen.“

„Wir erwarten zwar keine flächendeckenden Niederschläge wie vergangenen Mittwoch und Donnerstag, allerdings kann es hier und da regional ordentlich starke Gewitter geben“, warnt Meteorologe Dominik Jugh. „Eng begrenzt ist dann Startregen möglich. Der birgt die Gefahr lokaler Sturzfluten. Das ist natürlich besonders in den Flutgebieten nicht ungefährlich. Dort ist das Erdreich noch sehr aufgeweicht und aufgewühlt.“ Leicht könnten neue Erdrutsche ausgelöst werden, zudem könnten die Flusspegel ansteigen.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Bis zum Wochenende bleibt es in weiten Teilen Deutschlands schwülwarm bei bis zu 30 Grad, am Freitag klettern die Temperaturen noch einmal auf bis zu 32 Grad, am Sonnabend sogar auf 33. Bei leichter Abkühlung laufen die Schauer und Gewitter dann bis Dienstag.

Jung: „Besonders betroffen sind ausgerechnet die Regionen Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz. Bis einschließlich Freitag ist noch Ruhe, doch dann geht es los. Samstag und Sonntag gibt es dort kräftige Gewitter. Dieses Mal aber wie gesagt nach dem Prinzip: Es wird nicht jeden treffen, aber dort wo so ein starkes Gewitter ablädt, kann es ganz schön gefährlich werden.“