Die Natur kommt auch schon ganz durcheinander: Eine Rose ist mit Schnee bedeckt. dpa/Annette Riedl

Das Wetterjahr verabschiedet sich so kapriziös, wie es gestartet ist: Bis zum letzten Tag bleibt es spannend, und alle denkbaren Winter-Facetten sind noch bis zum Silvestertag drin. Derzeit schaufelt ein Hoch über Nordwest-Skandinavien polare Kaltluft in unsere Region. Die beschert dem Norden Brandenburgs laut Deutschem Wetterdienst (DWD) am Mittwoch Dauerfrost, in Berlin und weiter südlich könnten die Höchstwerte noch maximal ein Grad erreichen. Dafür aber scheint die Sonne! Nachts wird es teils bitterkalt mit bis zu minus sechs Grad. Dabei kann es infolge von Reifablagerungen auf den Straßen glatt werden.

Spannend wird es am Donnerstag: Die Ausläufer von Nordsee-Tief Per greifen zu uns über. Einen Tag vor Heiligabend erwartet der DWD vom Westen her ab dem späten Nachmittag sage und schreibe drei Zentimeter Neuschnee und Glätte! Im Süden Brandenburgs droht es auf den Straßen chaotisch zu werden: Regen könnte auf eisigem Boden gefrieren und für spiegelglatte Fahrbahnen sorgen.

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Schneebescherung aus dem Norden an Heiligabend

In der Nacht zu Heiligabend fallen weitere Niederschläge, doch aus dem Traum von weißer Weihnacht wird nichts. Denn nur im Nordosten Brandenburgs fällt nasser Schnee, ansonsten teils Schneeregen, teils Regen bei Werten um den Gefrierpunkt. Im Verlauf der Nacht steigen die Werte im Süden auf bis zu fünf Grad. Das war’s dann leider mit der Hoffnung auf Winterwunderland.

Stattdessen bleibt es an Heiligabend bedeckt, zeitweise regnet es bei Höchstwerten zwischen vier und acht Grad. Für den Nordosten Brandenburgs erwartet der DWD dagegen Schneeregen bei gerade mal ein Grad! Und nun wird es noch wilder: Pünktlich zur Bescherung sickert im Norden kalte Luft ein, dort sei dann mit Schneeregen und Schnee zu rechnen, so die Meteorologen! Dabei kann es glatt werden. Im Süden dagegen bleibt es zwar etwas milder, aber der Wind frischt ungemütlich böig auf.

Temperatursturz am zweiten Weihnachtsfeiertag

Der Schneeregen wird voraussichtlich am frühen Sonnabend südlich abziehen. Vom Norden her heitert es bei Höchstwerten zwischen null Grad im Norden und drei Grad im Süden auf. Die Nacht zu Sonntag, dem zweiten Weihnachtsfeiertag, wird im Norden mit Tiefstwerten von minus neun Grad sehr kalt. Auch in Berlin ist dann Dauerfrost drin!

Die Vorhersage für die Tage zwischen den Jahren bis Silvester wird dann richtig wild: Die einzelnen Wettermodelle berechnen zwei komplett entgegengesetzte Wetterszenarien. Es könnte weiter frostig weitergehen. Tiefstwerte von bis zu minus 15 Grad wären demnach zu erwarten! Die andere Variante lässt das denkbare Gegenteil erwarten: Zweistellige Höchstwerte zum Jahreswechsel. Wie es tatsächlich kommt, das wird sich wohl erst während der Weihnachtstage herauskristallisieren.