Eigentlich stünde jetzt Kälte auf dem Programm, stattdessen sprießen schon die Schneeglöckchen.
Eigentlich stünde jetzt Kälte auf dem Programm, stattdessen sprießen schon die Schneeglöckchen. dpa

Eigentlich herrschen um den Jahreswechsel Bibber-Temperaturen, denn die Silvesternacht liegt mitten im Winter. Aber nicht so in diesem Jahr! Mit frühlingshaften Temperaturen rutschten wir ins Jahr 2022 – und obwohl es zwischenzeitlich eine kleine Abkühlung gab, erinnert das Wetter eher an wärmere Jahreszeiten. „Der Winter ist bisher deutlich zu warm – da fragen wir uns natürlich: Kommt schon bald der Frühling?“, sagt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net in seinem aktuellen Wetterbericht. Hier gibt es die Antworten.

Wetter im Januar: Bisher war der Winter satte 2,5 Grad zu warm!

Bisher sei der Winter im Mittel 2,5 Grad zu warm – mit ziemlich wenig Schnee. Nur in den Mittelgebirgen und im Süden gab es einige Tage mit geschlossenen Schneedecken. „Im Mittel auf ganz Deutschland bezogen gab es bisher nur 0,88 Schneedecken-Tage“, sagt Jung. Da müsse beim Winterwetter noch einiges passieren, um die Werte aufzuholen. Aber: Zumindest in Sachen Niederschläge sei über die kommenden Tage kaum etwas zu erwarten.

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Im Gegenteil: Laut Jung sei der Januar-Winter Geschichte. „Ich gehe nicht davon aus, dass es im Januar noch große und bedeutsame Wintereinbrüche geben wird. Ich gehe sogar soweit und sage: Der Januar-Winter ist gelaufen. Da passiert kaum noch etwas. Nun kommt ein stabiles Hoch, ein echtes Beton-Hoch. Es liegt sich fast über ganz Europa und Wetter findet daher kaum noch statt.“

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Es bleibe vorerst trocken und mild, Temperaturen vom 2 bis 8 Grad stehen auf dem Programm. „Nur nachts gibt es leichten bis mäßigen Frost. Es gibt eine Woche lang weder Regen, noch Schnee, noch Wind. Die Wetterküche schläft aufgrund des Mega-Hochs weitgehend komplett ein“, sagt er.

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Wetter im Winter: Wird's in Januar und Februar noch einmal kalt?

„Damit fällt auch der zweite meteorologische Wintermonat, der Januar, zu warm aus. Nächste Woche könnte es wieder etwas wechselhafter werden, allerdings setzen sich dann wahrscheinlich weiterhin die milden Luftmassen durch. Der Winter hat im Januar offenbar genauso wenig Chancen wie im Dezember.“

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Auch die Ensemble-Prognosen verraten: Ein Winter ist in den kommenden Wochen eher unwahrscheinlich. Denn: Zumindest bis Ende Januar bleiben die Temperaturen im positiven Bereich, sagt Jung. Zwar gebe es Potenzial für Niederschläge. „Aber bei diesen Temperaturen fallen die meisten nur als Regen.“ Und im Februar? Der amerikanische Wetterdienst NOAA berechne den letzten Wintermonat auch als zu mild. Auch hier steht der Winter also auf der Kippe.