Laut Meteorologe Dominik Jung kann es vor allem in Westdeutschland Sturzfluten und Gewitter geben. Fotos: Imago/Photothek, Imago/Christian Ohde

Bisher lief der Herbstbeginn recht mild ab, doch nun scheint sich der Wind zu drehen. Beim Wetter kommt laut Prognosen heute Tiefdruckgebiet Roland ins Spiel – in Frankreich sorgte es schon für massive Regenfälle mit Hochwasser. Nun zieht das Gebiet nach Deutschland. Was bedeutet das für unseren goldenen September – und wie wird das Wetter der kommenden Tage?

Neues Horror-Wetter: In Westdeutschland drohen Starkregen und Gewitter

Noch heute könne es vor allem im Westen Deutschland zu Starkregenfällen mit bis zu 50 Litern pro Quadratmeter kommen, dazu seien besonders starke Schauer und Gewitter möglich, kündigt Meteorologe Dominik Jung von wetter.net an. Er warnt: „Auch die Flutgebiete in der Eifel und im Süden von Nordrhein-Westfalen können dabei getroffen werden. Dort ist es besonders heftig, denn die Kanalisation ist immer noch sehr schwer beschädigt und kaum intakt.“

Bei Starkregen könne das Wasser deshalb kaum abfließen, laufe im schlimmsten Fall wieder über Straßen und in Häuser. Es werde also ungemütlich. Noch dazu liege der Ex-Hurrikan Larry bei Island – und sei für die eine oder andere Wetter-Überraschung gut…

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„Jetzt endet das sehr warme Septemberwetter. Bisher war der September über 2 Grad wärmer als das langjährige Klimamittel. Es war vielfach ein sommerliche September“, sagt Jung. „Doch nun wird es heute aus Westen sehr wechselhaft. Bis morgen erreichen die Schauer und Gewitter auch die anderen Teile Deutschlands. Der heutige Mittwoch ist übrigens im Westen wieder vielfach mit Temperaturrekorden gestartet. In Nordrhein-Westfalen wurden in der Früh Werte um 19 Grad gemessen. Das ist ein extrem warmer Septembermorgen.“

Der aktuelle Wetterbericht von Dominik Jung von wetter.net.

Video: Youtube

Die warmen Sommertage mit Höchstwerten über 25 bis hin zu 30 Grad seien aber erstmal vorbei. Jung: „Wahrscheinlich kommen so hohe Werte in diesem Jahr auch nicht mehr wieder. Am Sonntag wird es besonders am Alpenrand sehr frisch sein, dort werden kaum 10 Grad erreicht, ab 1500 bis 1800 m kann es sogar den ersten Alpenschnee der Saison geben.“ Ab einer Höhe von 2000 Metern seien sogar bis zu 20 Zentimeter Neuschnee drin.

Wetter: In den kommenden Tagen sinken die Temperaturen immer weiter

Nachdem es heute nochmal Höchstwerte von bis zu 25 Grad geben könnte, sinken die Temperaturen in den kommenden Tagen dann immer weiter ab, kündigt Jung an. Am kommenden Dienstag sind es dann nur noch 17 Grad. Steht also nun ein frischer Herbst vor der Tür? Der Meteorologe geht noch einen Schritt weiter.

„Mal sehen wie lange es dauert, bis wir den ersten Bodenfrost bekommen. In den Hochlagen der Alpen wird es am Sonntag schon mal kräftigen Flockenwirbel geben. Die Wetterlage wird nun deutlich spannender werden. Die ruhigen Tage des Septembersommers sind vorbei“, sagt er.