Können wir uns auch in Berlin bald über Schneefälle freuen? Foto: imago images/A. Friedrichs

Die Polarluft, sie rollt – zumindest, wenn man den Prognosen verschiedener Wettermodelle glaubt. Der KURIER berichtete bereits in den vergangenen Tagen, dass Meteorologen einen Kälteeinbruch für Ende November vorhersehen. Dann könnte es sogar Schnee bis in tiefe Lage geben, sagte Wetterfrosch Dominik Jung von wetter.net. Wie sieht es inzwischen mit den Vorhersagen aus? Und: Gibt es eine Chance auf einen verschneiten ersten Advent?

Frost oder Dümpel-November? So wird das Wetter am Wochenende

Bis dahin ist aber noch etwas Zeit – und momentan sei das Wetter noch geprägt von Hochdruckgebiet Silvi. „Das sorgt für trockenes, aber nicht unbedingt sonniges Wetter. Und es liegt schon ein Tief bereit, das bringt uns morgen zum Teil doch sehr wechselhaftes Wetter.“ Nachdem der Freitag in weiten Teilen des Landes wolkenfrei startete, blieb Berlin eingehüllt – das sollte sich erst im Laufe des Tages auflösen. „Dunst und Nebel halten uns die Sonne fern, nur in den Hochlagen herrscht teilweise sonniges Wetter.“

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Das Wochenende soll dann recht wechselhaft bleiben. Nach einem kühlen Start in den Tag gibt es vor allem im Westen Regenfälle, der Regen schafft es aber kaum in den Süden und in den Osten. „Am Sonntag rechnet das deutsche Wettermodell dann mit einer trockenen Wetterlage, das amerikanische Wettermodell sieht noch etwas Restregen“, sagt Jung. „Es wird hier und da etwas vor sich hintröpfeln.“

Der Wochenstart verläuft dann wieder freundlich, mit weniger Wolken, aber mehr Nebel und Dunst – auf bis zu zehn oder elf Graf sollen die Temperaturen am Tag steigen.

Der aktuelle Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

Und wie sieht es mit den Winterprognosen aus? Jung wirft einen Blick auf die Ensemble-Prognosen. „Wir sehen: Zumächst bleiben wir über dem Klimamittel, da kommt ein erster Wärmeberg, dann der nächste Wärmeberg – das wellt sich so vor sich hin. Eine kleine Achterbahnfahrt bei den Temperaturen in 1500 Metern Höhe.“ Doch, dann, gegen Ende November, geht es etwas bergab.

Wetter im November: Kommt jetzt der eiskalte Winter-Einbruch?

„Da sinkt das aktuell berechnete Mittel etwas über das Klimamittel.“ Zugleich gebe es eine ganze Menge an Läufen, die rauschen in den Keller – und andere, die neue Höchstwerte ankündigen.

Die Frage bleibe: Welche Luftmassen setzen sich durch – warme oder kalte? Von einem massiven Wintereinbruch sei jedenfalls aktuell keine Spur.

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„Zum 1. Advent könnte es kälter werden und vielleicht sind dann auch mal Schneeflocken bis in tiefe Lagen möglich. Mehr geben die Wettermodelle aber auch heute Morgen nicht her“, sagt Jung. „Von einer Einwinterung mit Schneedecke und Dauerfrost im Flachland sind wir weit entfernt. So eine Prognose gibt aktuell kein seriöses Wettermodell her, auch an den Vortagen wurde so etwas zu keinem Zeitpunkt berechnet.“