Vielleicht ist Baden bei diesen Temperaturen noch nicht jedermanns Sache, aber Winterwetter sieht irgendwie anders aus. Winterschwimmer des Vereins „Berliner Seehunde“ gehen beim Neujahrsschwimmen in den Orankesee. dpa/Christoph Soeder

Hoch Carlos macht den Deckel zu und versperrt dem Winter alle Möglichkeiten, uns zu erreichen. Die nächsten sieben Tage bringen meist weiterhin trockenes und am Tag mildes Hochdruckwetter. In der Spitze sind bis zu 9 Grad möglich. Damit wird auch der Januar immer wärmer werden. Der Mildwinter 2021/22 geht weiter. Winterwetter mit Dauerfrost und einer Schneedecke bis ganz runter ist für Deutschland nicht in Sicht.

Kein Winterwetter in Sicht!

Schlechte Zeiten für Winter(sport)-Fans. Wer auf Dauerfrost im Januar und weiße Landschaften hofft, der wird enttäuscht sein. Winterdienste und Autofahrer dürfte es allerdings freuen.

Die mittelfristigen Prognosen reichen seit heute bis Ende Januar und in diesem Zeitraum ist in den Niederungen kein Winterwetter in Sicht.

Es ist am Tag mild, die Werte liegen um 4 bis 9 Grad. Nur nachts kann es stellenweise leichten Frost geben. Wenn Niederschläge fallen, dann kommen die unterhalb 500 bis 600 Metern meist als Regen runter.

Nach den neuesten Trends soll der Februar ebenfalls leicht zu warm ausfallen.

„Der März soll dagegen deutlich wärmer werden als im Klimamittel. Um 2 bis 3 Grad soll die Abweichung nach oben betragen. Das ist eine markante Abweichung vom langjährigen Klimamittel. Vielleicht gibt es ja im März einen ersten kleinen Frühsommeranlauf“, erklärt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom YouTube-Wetterkanal wetternet.

Die kommenden Tage bleiben meist ruhig. Nur selten kann sich in das Hoch mal ein kleiner Schauer schmuggeln. Dann fällt etwas Regen. Sonst ist es trocken.

Das Wetter in den nächsten Tagen

Freitag: 4 bis 9 Grad, Sonne, Wolken und Nebel, trocken

Samstag: 3 bis 8 Grad, mal Sonne, mal Wolken und Nebel, trocken

Sonntag: 3 bis 7 Grad, meist trocken, ab und zu etwas Sonnenschein

Montag: 3 bis 9 Grad, mild geht es weiter, viele Wolken und Nebel, lokal etwas Regen möglich

Der Januar 2022 ist bisher über 4 Grad zu warm und der gesamte Winter hat seit 1. Dezember 2021 eine Abweichung von 2,5 Grad über dem Klimamittel. Sollte sich die Prognose der nächsten ein bis zwei Monate bewahrheiten, dann würde uns sogar ein fast schon frühsommerlicher März bevorstehen.

„Allerdings war es gerade bei milden Wintern immer wieder so, dass der März nochmal verspätet Kälte und Schnee gebracht hat. Ob das in diesem Jahr auch so sein wird, ist aber fraglich“, so Wetterexperte Jung.