Glatteis und Eisregen legen Deutschland am Montag lahm.
Glatteis und Eisregen legen Deutschland am Montag lahm. Ralf Hirschberger/dpa

Eisregen! Frühlingstemperaturen! Und ein richtig brisanter Sturm! All das verspricht das Wetter in den kommenden Tagen. Wenn das nicht nach Weihnachts-Chaos riecht – was dann? Aber der Reihe nach ...

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Eine gefährliche Eisregen-Wetterlage hat weite Teile Deutschlands am Montag fest im Griff. Auf den Straßen geht in etlichen Bundesländern gar nichts mehr. In vielen Städten wurden vorsorglich die Schulen geschlossen, Kinder sollen zu Hause bleiben.

Das kündigten etwa die Landkreise Celle, Hameln-Pyrmont, Grafschaft Bentheim, Leer, Osterholz, Stade, Wittmund und Vechta sowie die Städte Delmenhorst, Hildesheim und Wolfsburg an – außerdem Stadt und Landkreis Osnabrück. In Stadt und Landkreis Göttingen entfällt der Unterricht an Grund- und weiterführenden Schulen, aber nicht an den berufsbildenden Schulen.

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Amtliche Wetter-Warnung für viele Teile Deutschlands

Das Problem: In den hohen Luftschichten hat sich warme Luft festgesetzt, aus der fällt Regen und der Regen kommt dann in den Bereich der Eisschicht und gefriert dort schlagartig fest. Der Erdboden ist nämlich noch einige Zentimeter tief gefroren. Das ist eine brandgefährliche Wetterlage!

Für viele Regionen Deutschlands gab der Wetterdienst bereits amtliche Unwetterwarnungen heraus. „Es besteht Glättegefahr mit Gefährdungspotenzial durch gefrierenden Regen“, heißt es darin.

Angesichts dessen rät der DWD, den Aufenthalt im Freien weitestgehend zu vermeiden. Wer am Montag doch mit dem Auto unterwegs sein muss, sollte seine Fahrweise im Straßenverkehr anpassen. Zudem legt der DWD Autofahrern nahe, vollzutanken und Decken sowie warme Getränke mitzunehmen. Sowohl im Straßen- als auch im Schienenverkehr müsse mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden.

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Wetter-Warnung: Bleiben Sie zu Hause

„Bleiben Sie wenn möglich heute daheim, machen Sie Homeoffice. Besonders Gehwege und Seitenstraßen sind lebensgefährliche Rutschbahnen. Da kommt so schnell auch kein Streudienst hin. Man muss quasi warten, bis die Temperaturen auch unten langsam ansteigen“, warnt Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

Und weiter: „Nach und nach setzen sich die milden Luftmassen aus der Höhe auch unten am Erdboden durch und dann entspannt sich die Eislage! Doch das kann noch einige Stunden dauern. Ab morgen ist Winter dann in Deutschland kaum noch ein Thema. Es ist auf den Straßen wieder entspannt und es ist mild. Im Westen erreichen die Höchstwerte bis zu 10 oder 11 Grad über null.“

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Und wie wir das Wetter an Weihnachten?

Bis Weihnachten wird es in Deutschland richtig warm. Bis zu 15 oder gar 16 Grad soll das Thermometer dann zeigen. Das sind Werte, die wir eigentlich erst im März wieder erwarten. Dazu gibt es Donnerstag, Freitag und an Heiligabend auch ein recht hohes Sturmpotenzial mit Windböen bis 120 km/h. Die Wetterlage ist ziemlich wild und ruppig.

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Allerdings gibt es eine Ausnahme. Der äußerste Norden von Deutschland wird am 1. und 2. Weihnachtstag von kälteren Luftmassen gestreift. Da ist auch mal Schneeregen oder Schnee möglich, aber auch hier werden bis zu 3 oder 4 Grad über dem Gefrierpunkt gemessen. Das wird dort mit weißen Weihnachten ebenfalls extrem schwer werden!

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So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Montag: 2 bis 12 Grad, nach Eisregen aus Westen überall milder, Deutschland taut auf.

Dienstag: 5 bis 13 Grad, viele Wolken, Regen und windig.

Mittwoch: 5 bis 10 Grad, wechselhafter Mix aus Sonne, Wolken und etwas Regen.

Donnerstag: 7 bis 14 Grad, windig, teils auch stürmisch und zeitweise Regen.

Freitag: 7 bis 15 Grad, Sturmgefahr, immer wieder Regen, wenig Sonnenschein.

Heiligabend: 8 bis 15 Grad, durchwachsen, immer wieder Regenschauer, stürmisch.

Erster Weihnachtstag: 5 bis 10 Grad, windig, im Norden kälter, dort stellenweise auch Schneeregen möglich.

Zweiter Weihnachtstag: 4 bis 10 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und etwas Regen.

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Wetter in Berlin und Brandenburg: Warnung vor Glatteis

Die Warmfront eines Tiefs über dem Atlantik überquert am Montag den Osten Deutschlands und sorgt auch in Berlin und Brandenburg für Regen, der auf dem zunächst noch gefrorenen Böden gefriert. Der Deutsche Wetterdienst warnt deshalb zeitweise vor gefrierendem Regen mit Glatteisgefahr (Unwetter)! Im Tagesverlauf gibt es Milderung und das Ende der frostigen Witterung.

Am Dienstag bleibt es überwiegend bedeckt und es gibt zeitweise leichten Regen.