In einer Wohnung läuft der Ventilator vor dem Fenster in der Nähe des Berliner Fernsehturmes.
In einer Wohnung läuft der Ventilator vor dem Fenster in der Nähe des Berliner Fernsehturmes. dpa/Annette Riedl

Immerhin: Diese Hitze trifft uns in Berlin und Brandenburg nicht unvorbereitet: Der Sommer 2022 hat die Region bereits mit extremen Hitzeschüben eingeheizt, insofern werden hitzeempfindliche Menschen wissen, was ab Mittwoch auf sie zukommt. Wetterexperten rechnen mit Werten von 37 Grad und mehr in unserer Region – nicht weit entfernt von Maximalwerten bis zu 40 Grad, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) für den Südwesten Deutschlands vorhersagt.

DWD: Amtliche Warnung vor Hitze und geringer Abkühlung nachts in Berlin

Aufgrund dieser extremen Hitze hat der DWD erneut eine amtliche Warnung vor Hitze herausgegeben, die bis einschließlich Donnerstag, 19 Uhr gilt. Darin betont der DWD, dass mit „einer zusätzlichen Belastung aufgrund verringerter nächtlicher Abkühlung insbesondere im dicht bebauten Stadtgebiet von Berlin zu rechnen“ sei. Eine zusätzliche Warnung haben die Behörden für weite Teile Brandenburgs erlassen, die sogar in den Norden Berlins reicht: Der Waldbrandgefahrenindex steht auf der höchsten Stufe 5!

Seit Mittwochmorgen heißt es nunmehr in der Hauptstadt und im Umland: Die Sonne scheint fast ungefiltert durch nur wenige Schleier- oder Quellwolken, sodass bereits am Vormittag die 30-Grad-Marke durchbrochen war. Bis zu 35 Grad werden am Mittwoch die Höchstwerte sein, die Nacht bleibt in Berlin tropisch bei über 20 Grad, während die Werte im Umland auf 16 Grad absinken.

Höchstwerte von 37 Grad in Berlin und Brandenburg, dann geringer Temperaturrückgang

Doch am Donnerstag erreicht uns die Hitzespitze mit erwarteten Höchstwerten von 37 Grad in der Region ohne nennenswerte Wolken am Himmel oder kühlenden Wind. Doch bereits in der Nacht zu Freitag kündigt sich ein drastischer Wetterwechsel an: Vom Nordwesten her ziehen Wolken heran, bereits am Freitagmorgen fallen erste Schauer in der Prignitz bei Tiefstwerten zwischen 17 und 21 Grad.

Bis auf die Südosthälfte Brandenburgs zieht es sich tagsüber zu und es fallen Schauer, die später auch den Rest der Region erfassen. Es wird nicht mehr ganz so heiß, aber bei 30 Grad in Berlin und 34 Grad in der Niederlausitz kann von Abkühlung nicht die Rede sein.

Freitag in Berlin und Brandenburg Schauer, Gewitter, Windböen, nächste Hitzewelle nähert sich bereits

Am Freitagabend ziehen teils kräftige Schauer und Gewitter mit Windböen bis zu Windstärke 7 auf, die in der Nacht Richtung Südosten abziehen. Bis zum Morgen gehen die Temperaturen allerdings deutlich zurück und erreichen nur noch 10 bis 16 Grad. Am Wochenende bleibt es wieder trocken, und nun pendeln sich Werte zunächst auf ein angenehmes Niveau zwischen 23 und 26 Grad ein.

Doch die nächste Hitzewelle ist bereits im Temperaturtrend erkennbar: Bereits zur Wochenmitte könnten wir wieder bei 30 Grad und mehr liegen. Von nennenswerten Niederschlägen, die den ausgedorrten Wäldern und Feldern Brandenburgs Erleichterung verschaffen könnten, ist absolut nichts zu erkennen.