Feuerwehrleute sichern die Überreste einer Lagerhalle. Ein Tornado hatte das Dach von der Materialhalle in Bad Wurzach weggefegt.
Feuerwehrleute sichern die Überreste einer Lagerhalle. Ein Tornado hatte das Dach von der Materialhalle in Bad Wurzach weggefegt. dpa/David Pichler

Der Extremwetter-Sommer geht in die nächste Runde: Ein Tornado in Süddeutschland hat in der Nacht Millionenschäden verursacht, in Berlin und Brandenburg kündigt sich die nächste Hitzewelle an.

Es ist nicht der erste Tornado dieses Jahres – Experten warnen, dass wir uns an derartige Extremwetter-Ereignisse gewöhnen müssen: In Süddeutschland hat ein Tornado eine Lagerhalle zerstört, das komplette Dach einer Maschinenhalle abgerissen und 300 Meter weit weggefegt. Erst am 20. Mai hatte ein Tornado mitten in der NRW-Stadt Paderborn eine 300 Meter breite, fünf Kilometer lange Schneise der Verwüstung angerichtet. 43 Menschen wurden dabei verletzt, 13 von ihnen schwer.

Extremwetter: Tornado zerstört Lagerhalle und reißt Maschinenhallen-Dach ab

Der Tornado in der Nähe von Ravensburg in Baden-Württemberg hat nach Polizeiangaben einen Schaden im vermutlich siebenstelligen Bereich angerichtet. Der Tornado wehte nahe der Gemeinde Bad Wurzach das komplette Dach einer Lagerhalle weg, wie das Polizeipräsidium Ravensburg am frühen Samstagmorgen mitteilte. Das Dach sei erst 300 Meter weiter in einem Maisfeld liegen geblieben. „Die restliche Lagerhalle wurde komplett zerstört und ist nach Beurteilung eines Statikers teilweise einsturzgefährdet“, erklärte die Polizei.

Den Angaben zufolge riss der Tornado in der Region auch das Blechdach einer Maschinenhalle ab. Die Halle sei nach Einschätzung des Besitzers aber ansonsten stabil. Beschädigt wurden außerdem zwei Autos. „Vermutlich werden bei Tageslicht noch weitere Schäden entdeckt werden“, fügte die Polizei hinzu.

Temperaturen über 30 Grad: Neue Hitzewelle erfasst Berlin und Brandenburg

Der Deutsche Wetterdienst hatte für den Abend und die Nacht zu Sonnabend in der Region vor schweren Gewittern und Starkregen gewarnt. In Berlin und Brandenburg kam es nur zu vereinzelten Regenfällen. Hier hat eine Kaltfront die Temperaturen in der Nacht deutlich heruntergedimmt. Am Wochenende erreichen die Höchstwerte nur noch 23 bis 27 Grad, in der Nacht zu Sonntag können die Tiefstwerte im Berliner Umland sogar auf bis zu neun Grad absacken.

Doch die nächste Hitzewelle kündigt sich bereits an: Die neue Woche startet mit Hochsommer-Temperaturen von bis zu 29 Grad in Berlin und Brandenburg, zur Mitte der Woche fällt erneut die 30-Grad-Marke. Auch wenn sich das Ende der Sommerferien nähert, ein Ende der Hitze ist derzeit noch nicht absehbar.

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