Ein Tropensturm vom Weltraum aus fotografiert. dpa/Nick Hague

Was für eine wilde Wetterlage: Berlin hat gerade innerhalb eines Tages einen Regenrekord aufgestellt, im Süden gab es einen heftigen Wintereinbruch mit Schneechaos bis in tiefere Lagen hinein. Und nun nähert sich auch noch von Westen her ein ehemaliger Tropenorkan namens „Wanda“. Was ist da los an der Wetterfront?

Zunächst einmal: Das Regentief, das uns am Donnerstag mit Rekordregenmengen versorgt hat, ist Richtung Südosten abgezogen. Vom Westen her pirscht sich das ausgedehnte Hochdruckgebiet „Silvi“ heran. Gleich dahinter drängt der Ex-Tropensturm „Wanda“. Kompliziert wird das Ganze dadurch, dass vom Nordosten her die Ausläufer von Tief „Quentin“ ausgerechnet auf unsere Ost-Region übergreifen.

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Wetterdienst sagt neuen Bodenfrost voraus

Wie Meteorologin Katy Schrey von wetter.net erklärt, versorgt Hoch „Silvi“ weite Teile Deutschlands ab dem kommenden Wochenende mit reichlich Sonnenschein. Nur leider wird unsere Region davon nicht viel haben, denn Tief „Quentin“ schneidet uns von dem schönen Wetter ab, bringt weiter viele Wolken nach Berlin und Brandenburg.

Zwar steigen die Temperaturen wieder ein wenig an und erreichen am Sonnabend maximal 12 Grad in unserer Region. Doch zum Wochenwechsel werden diese kaum mehr zweistellig, und nachts werden sich die Tiefstwerte in der kommenden Woche immer mehr der Frostgrenze annähern. In der Nacht zu Dienstag erwartet der Deutsche Wetterdienst (DWD) Bodenfrost.

Jedenfalls bis Anfang kommender Woche lässt sich die Sonne in unserer Region kaum blicken. Ob sich danach Hoch „Silvi“ doch noch bis zu uns vorarbeitet, müssen wir abwarten. Eines tut „Silvi“ allerdings für uns: Es hält Ex-Tropensturm „Wanda“ von uns fern. Plötzlich steigendende Temperaturen mit stürmischem Wind und peitschenden Regenfällen: Das hätte uns wohl gerade noch gefehlt. Fällt also aus. Hoffen wir mal, dass uns „Silvi“ nach dem trüben Wochenende doch noch den fehlenden Nachschub Sonne beschert!