Dichtes Schneetreiben am vergangenen Donnerstag auf der A19 auf dem Weg nach Berlin. Der Schnee kommt zurück! dpa

Wohin man auch schaut: Flocken hinab bis ins Flachland, in den Mittelgebirgen im Westerwald und Taunus fielen gerade nochmal 15 Zentimeter Neuschnee. Auch in unserer, größtenteils flachen Region, stehen die Zeichen in diesen Tagen auf Schnee: Island-Tief Gerrit bringt Niederschläge, die bei Temperaturen teils unter der Frostgrenze in Form von Schneekristallen fallen. Dabei sollten Autofahrer sehr aufmerksam sein, denn der Deutsche Wetterdienst (DWD) erwartet zwischen Prignitz und Fläming Schneeregen und Schnee bei Werten um die Frostgrenze herum. Vor allem in den Abendstunden und am frühen Morgen droht Glätte durch überfrierende Restnässe und Neuschnee.

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Im Süden Brandenburgs zeigt sich dagegen die Sonne. Dauerfrost erwartet der DWD im Osten Brandenburgs. Die Tiefstwerte können in der Nacht zu Mittwoch auf bis zu minus vier Grad absinken. Am Mittwoch fällt aus dichter Bewölkung im Westen Brandenburgs Schnee oder Schneeregen bei Werten bis maximal zwei Grad. In der Nacht zu Donnerstag fängt es vom Süden her an zu schneien, und die Chancen auf eine schneebedeckte Hauptstadt zum Donnerstagmorgen stehen sehr hoch. Die Nacht zu Donnerstag wird sehr kalt mit Tiefstwerten bis zu minus fünf Grad.

Tiefstwerte bis zu minus fünf Grad: Es wird glatt

Rutschpartien auf glatten Straßen drohen am Donnerstag, denn bei Höchstwerten, die örtlich nicht über die Frostgrenze kommen, fällt weiterer Schneeregen oder Schnee. Die Niederschläge ziehen in der Nacht zu Freitag nordwärts ab, doch die Tiefstwerte sacken wieder auf bis zu minus fünf Grad. Örtlich kann es sehr glatt werden. Für Freitag rechnet der DWD mit reichlich Sonne bei Höchstwerten knapp über der Frostgrenze. Nachts wird es noch einmal empfindlich kalt mit bis zu fünf Grad.

Dann fehlen nur noch zwei Wochen bis zum Heiligabend – die Chancen scheinen also prächtig zu stehen für weiße Weihnachten! Doch Wetterexperte Dominik Jung (wetter.net) wartet mit einer Prognose auf, die Winterfans bitter enttäuschen wird.

Wetterexperte Dominik Jung kritisiert ARD-Prognose zu weißen Weihnachten

Denn während Island-Tief Gerrit noch einmal Flocken in unsere Region streut, beginnt die weiße Pracht andernorts schon wieder zu tauen. „Außer viel Schmuddelwetter wird davon nichts übrig bleiben“, erwartet Diplom-Meteorologe Dominik Jung. Das bedeutet: Die Chancen auf weiße Weihnachten schmelzen dahin! Der Wetterexperte kritisiert in dem Zusammenhang anderslautende Prognosen etwa in der ARD, die vor 10 Tagen während einer Abendshow berichtet habe, die Wahrscheinlichkeit für weiße Weihnachten liege bei 80 Prozent! Das sei ein Wert, der jenseits der Realität liege, so Jung. Denn der 14-Tages-Trend deutet darauf, dass sich ausgerechnet zwischen dem 3. und 4. Advent erstmal eine starke Milderung ankündigt. Der Schnee, der in unserer Region fällt, wird rasch wieder wegtauen, übrig bleiben wird selbst in Lagen bis zu 500 Meter Schneematsch und Nässe, aber keine Schneedecke.

„Dabei ist der Extremwinter gar nicht weit weg, er ist nur woanders“, erklärt Dominik Jung: „In Nordschweden, in Lappland, wurden beispielsweise gestern Morgen –41 °C gemessen.“ Allerdings werde sich diese extreme Kaltluft nicht zu uns nach Deutschland bewegen, da ist sich der Wetterexperte sicher. Völlig ausgereizt sind die Chancen auf weiße Weihnachten auch nicht, aber sie stehen unterhalb 500 Metern aktuell bei maximal 10 Prozent. Über 500 Meter sieht es schon günstiger aus: Da werden 40 bis 50 Prozent erreicht. Weihnachten im Flachland, das wird also aller Voraussicht nach eine trübe Angelegenheit.