In den USA kämpfen die Menschen derzeit gegen arktisches Winter-Wetter.
In den USA kämpfen die Menschen derzeit gegen arktisches Winter-Wetter. AP Foto/Charlie Neibergall

Während bei uns pünktlich zu Weihnachten der Frühling Einzug gehalten hat, werden die USA im wahrsten Sinne des Wortes schockgefrostet. Es ist das kälteste Weihnachten seit Jahrzehnten.

„Eine tödliche Kälte hat weite Teile der USA erfasst“, erklärt Wetter-Experte Dominik Jung. Binnen von nur neun Minuten sei die Temperatur um 20 Grad abgestürzt. „Das muss man erst mal erlebt haben – oder besser auch nicht.“

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„Historisches“ Wetter-Ereignis in den USA

Denn der über die USA ziehende Mega-Wintersturm macht immer mehr auch der Infrastruktur des Landes zu schaffen. Es seien fast 1,5 Millionen Haushalte zumindest zwischenzeitlich ohne Strom gewesen, teilten die Behörden mit. Unzählige Straßen waren am Vorabend von Weihnachten wegen massiven Schneefalls oder gefährlicher Glätte gesperrt, es gab zum Teil tödliche Unfälle. Zum Teil werden Temperaturen von minus 48 Grad gemessen. Wahnsinn! Der US-Wetterdienst (NWS) sprach von einem „historischen“ Ereignis.

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Die weiße Hölle tobt also in den USA. Bei uns dagegen erleben wir derzeit eher ein Frühlingserwachen. Statt weißer Weihnacht gibt es erste Knospen. 15 Grad werden verbreitet in Deutschland erwartet. Dazu gibt es viel Regen, richtig viel Wind mit Orkan-Gefahr. Aber wie geht es weiter?

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Die USA werden von einer Kältewelle heimgesucht. Das Wetter dreht dort völlig durch.
Die USA werden von einer Kältewelle heimgesucht. Das Wetter dreht dort völlig durch. Neil Blake/The Grand Rapids Press/AP/dpa

Das Wetter im Januar wird eine Enttäuschung

Das US-Wettermodell NOAA hatte für Deutschland ja einen recht milden Winter vorhergesagt. Nach einem extrem kalten Start in den Dezember ist es nun so warm, dass der letzte Monat 2022 durchaus noch mit einer Plus-Abweichung zum Klimamittel enden könnte.

„Dann wird’s ganz bescheuert werden für den Winter“, meint der Wetter-Experte. „Ich sag das einfach mal so, wie es ist. Denn im Januar kommt ein Hoch in unsere Richtung gezogen – und das wird ein mildes Hoch sein.“ Die Werte bleiben in der ersten Januar-Hälfte im zweistelligen Plusbereich. Viele Wolken, viel Nebel. Sehr hohe Temperaturen. Was für eine Enttäuschung für Winterfans.

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Eine Abweichung von zwei bis drei Gard wird im Januar prognostiziert, es bleibt also warm. Hinsichtlich der Energiekosten ist das sicherlich eine gute Nachricht. „Wintersportler haben da aber wirklich ganz schlechte Karten“, so Dominik Jung.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Freitag: 6 bis 17 Grad, viel Wind, Sturm im Südwesten und neuer Regen.

Heiligabend: 7 bis 14 Grad, wechselhaft, windig und zeitweise Regen.

Erster Weihnachtstag: 6 bis 15 Grad, einzelne Schauer, sonst auch mal Sonnenschein, abends neuer Wind oder Sturm.

Zweiter Weihnachtstag: 9 bis 16 Grad, stürmisch und nass.

Dienstag: 5 bis 8 Grad, mal Sonne, mal Wind, mal Regenschauer.

Mittwoch: 5 bis 10 Grad, weiterhin mild und wechselhaft mit Schauern.

Donnerstag: 9 bis 13 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und einzelnen Schauern.

Freitag: 7 bis 12 Grad, Sonne, Wolken und Regenschauer, stürmisch, teilweise auch schwerer Sturm möglich.

Silvester: 7 bis 12 Grad, windig bis stürmisch, zeitweise Regen.

Neujahr: 5 bis 10 Grad, weiterhin zu warm, Wolken, etwas Sonne und Regenschauer.

Wetter in Berlin und Brandenburg :Bewölkter Heiligabend

Der Himmel bleibt an Heiligabend in Berlin und Brandenburg den ganzen Tag über stark bewölkt. Auch mit einer weißen Weihnacht sei dieses Jahr leider nicht zu rechnen, teilte der DWD am Samstagmorgen mit. Stattdessen kommt es zu vereinzelten Schauern, der Regen soll jedoch im Laufe des Festtages Richtung Nordosten abziehen.

Die Temperaturen bleiben weiterhin mild. In der Uckermark bleibt es vergleichsweise kühl mit einer Höchsttemperatur von 3 Grad. In Berlin werden jedoch 6 Grad und im Bereich der Elbe-Elster-Niederung sogar 10 Grad Celsius erwartet.

In der Nacht zum ersten Weihnachtsfeiertag bleibt es zunächst stark bewölkt. Am Morgen warnt der DWD Autofahrer vor dichtem Nebel mit Sichtweiten von teilweise unter 150 Metern.