Weihnachten im Schnee? Klappt wohl auch in diesem Jahr wieder nicht.
Weihnachten im Schnee? Klappt wohl auch in diesem Jahr wieder nicht. Imago/Snapshot

Wann wird es mal wieder richtig Winter? Gerne kalt, aber mit Schnee und Sonne. Denn dieses Novemberwetter im Dezember drückt auf die Stimmung. Alles nur kalt, grau und nass. Überall in Deutschland, auch in Berlin und Brandenburg. Und es scheint für das Bibbern keine Belohnung zu geben: Wetter-Prophet Dominik Jung von wetter.net macht jetzt die Hoffnungen auf weiße Weihnachten zunichte. 

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Erst mal die Kurzzeit-Fakten: Die Menschen in Berlin und Brandenburg müssen sich auf einen wechselhaften und kühlen Dienstag einstellen. Der Morgen startet zunächst mit vielen Wolken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) mitteilt. Demnach kann es bis in den Vormittag hinein stellenweise zu Glätte durch überfrierende Restnässe kommen.

Tagsüber kalt und nass, nachts noch kälter

Am Nachmittag ziehen die Wolken allmählich Richtung Nordosten ab und die Sonne kommt gebietsweise zum Vorschein. Die Temperaturen liegen bei kühlen -3 Grad Celsius und 0 Grad. In der Nacht zu Mittwoch bleibt es laut DWD zunächst klar, weshalb die Temperaturen auf bis zu -8 Grad abfallen können. Am Mittwochmorgen breiten sich vom Süden Brandenburgs wieder Wolken aus. Es werden Temperaturen zwischen -3 Grad und -1 Grad erwartet.

In Dresden wird es nicht wärmer als -3 Grad, in Frankfurt/Main werden immerhin noch 0 Grad erreicht. In Augsburg sieht man dann aber, was uns in der Nacht zu Mittwoch erwartet. Tagsüber werden hier noch Wolken, etwas Sonne und Temperaturen bis zu -4 Grad vorausgesagt. Doch in der Nacht beginnt es zu schneien. Nicht viel, aber genug, sodass es bei gleichzeitig steigenden Temperaturen zu glatten Straßen kommen wird. Erst nur im Süden, dann langsam vorrückend Richtung Mitte Deutschlands.

Verkehrskollaps durch Schneegestöber und gefährlichen Eisregen

Meteorologe Dominik Jung sagt für Mittwochmorgen sogar „einen Verkehrskollaps durch Schneegestöber und gefährlichen Eisregen“ voraus! Besonders im südwestdeutschen Raum Richtung Rheinland-Pfalz, aber auch in Hessen, Nordbayern und Thüringen. „Auch das Saarland und Teile von Nordrhein-Westfalen könnten Schnee abbekommen“, sagt Jung, „genau in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, und das heißt natürlich glatte Straßen.“ Ein bis zwei Zentimeter reichen dann schon aus für ein Verkehrschaos, sagt Jung. Im äußersten Südwesten ginge das später bei steigenden Temperaturen sogar in gefährlichen Eisregen über.

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Aber die Schneefront soll dann weiterziehen und laut verschiedenen Wetterprognosen am Mittwochabend auch die Region Berlin und Brandenburg erreichen. Über die erwarteten Schneehöhen sind sich die Wetter-Propheten aber noch uneins. Während das „forsche amerikanische Wettermodell“ laut Dominik Jung im Süden bis zu 15 Zentimeter und in Brandenburg bis zu drei Zentimeter Neuschnee voraussagt, sagt das deutsche Wettermodell nur Schneehöhen bis zu sieben Zentimeter voraus. Einig sind sich die Experten: Das Schneefallgebiet zieht weiter Richtung Osten Deutschlands.

In Berlin soll es nächste Woche sogar regnen.
In Berlin soll es nächste Woche sogar regnen. Imago/Gudath

Zu warm für weiße Weihnachten

Schnee, das klingt erst mal gut für die Prognosen Richtung weiße Weihnachten. Zu früh gefreut. Denn ab Montag wird es wieder wärmer. Nicht warm, aber wärmer. Für Berlin etwa werden Temperaturen von bis zu 8 Grad vorhergesagt, am Dienstag droht sogar Regen. Die kalten Luftmassen werden laut Dominik Jung aus Deutschland vertrieben: „Die Isobaren sind sehr dicht gedrängt, das heißt viel Wind, Sturmpotenzial an der Nordseeküste. Es wird also richtig ungemütlich werden. Stichwort: Weihnachtstauwetter ...“

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Bibbern werden wir Heiligabend aber trotzden. Denn laut Dominik Jung wird der Nordosten, auch der Berliner Raum, von einer Kaltfront gestreift. „Aber nicht kalt genug für Schneefälle bis in tiefe Lagen“, wie der Meteorologe die Hoffnungen auf weiße Weihnachten wohl endgültig abmoderiert.