Die Karte zeigt die Regensummen in Deutschland bis zum 25. Januar 2023. Regional wären sogar mehr als 200 Liter denkbar!
Die Karte zeigt die Regensummen in Deutschland bis zum 25. Januar 2023. Regional wären sogar mehr als 200 Liter denkbar! wetter.net

Wer am Morgen aus dem Haus musste, erlebte direkt eher gruselige Wetterverhältnisse – auch in Berlin regnete es, kein wirklich schöner Start in die Woche. Und doch nur ein Vorgeschmack auf das, was uns in den nächsten Tagen blühen könnte: Laut Meteorologe Dominik Jung von wetter.net zieht ein Sturmtief nach dem anderen über Deutschland hinweg – und deshalb soll in den kommenden sieben Tagen die Gefahr von schweren Stürmen und Hochwasser steigen!

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„Schuld ist der Jetstream, der liegt genau über Deutschland“, erklärt der Wetter-Experte in seiner aktuellsten Prognose. „Das ist ein Starkwindband in einer Höhe von 8 bis 10 Kilometern über unseren Köpfen. An diesem Starkwindband, welches die gesamte Nordhalbkugel umzieht, hangeln sich die Tiefdruckgebiete entlang.“ Aktuell liege dieser Jetstream genau über Deutschland.

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Viel Regen und Sturm: Wetter-Experte warnt vor Hochwasser!

Die Folgen: „Die nächsten sieben Tage bringen Sturmpotenzial und besonders ein sehr großes Hochwasserpotenzial. Viel Regen wird erwartet“, teilt Jung mit. „Im Westen und Südwesten sind bis Sonntag im Stau der Mittelgebirge 60 bis 100 Liter Regen pro Quadratmeter möglich, in den kommenden 10 bis 14 Tagen könnten es sogar über 200 Liter Regen werden. Am Rhein und seinen Nebenflüssen muss man sich auf Hochwasser einstellen. Der Südwesten ist mittlerweile ohnehin schon eine sehr nasse Ecke in Deutschland. Viel Regen kann der Boden dort nicht mehr aufnehmen, alles rauscht in Bäche und Flüsse.“

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Dazu soll es sehr viel Wind geben – vor allem am kommenden Wochenende. „Besonders am Sonntag droht ein schwerer Sturm im Norden und Osten, auch im Westen gibt es Sturmböen. In den Hochlagen drohen dann Orkanböen bis 140 Kilometer pro Stunde. In den tiefen Lagen teils schwere Sturmböen um 100 Kilometer pro Stunde. Das wird ganz schön ruppig werden, dazu gibt es jede Menge Regen.“

Das sind die Prognosen für das Wetter der kommenden Tage

Das sind keine guten Aussichten – schon der Januar fällt also offenbar recht stürmisch und regnerisch aus. Hier sind die konkreten Prognosen von wetter.net für die kommenden Tage:

Montag: 5 bis 10 Grad, viele Wolken, zeitweise windig und immer wieder Regen
Dienstag: 5 bis 9 Grad, viele Wolken, wenig Sonnenschein, im Westen etwas Regen
Mittwoch: 7 bis 13 Grad, viele Wolken, aus Westen Regen und stürmisches Wetter
Donnerstag: 6 bis 9 Grad, viele Wolken, aus Westen wieder Regen und viel Wind
Freitag: 6 bis 11 Grad, die Westwetterlage gibt alles, viel Regen und stürmisch geht es weiter
Samstag: 7 bis 11 Grad, in ganz Deutschland viele Wolken und starker Regen, stürmisch
Sonntag: 5 bis 10 Grad, im Südwesten weiterer Regen, am Nachmittag zieht ein starkes Sturmtief im Norden und Osten vorüber, auch im Westen und Süden sind Sturmböen möglich, in den Hochlagen auch Orkanböen!

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Bei allem Grusel-Wetter scheint aber eines nicht zu uns zu kommen: der Winter! Denn: Zwar könnte es ab dem 20. Januar wieder Schneeregen und Schneeschauer auch in tiefen Lagen geben, aber grundsätzlich scheint es erst einmal ein recht milder erster Monat des Jahres zu werden. „Der Januar 2023 ist nach den ersten 8 Tagen rund 8,9 Grad wärmer als das Klimamittel der Jahre 1961 bis 1990. Das ist eine extreme Abweichung nach oben“, sagt Jung. „Derzeit ist der Monat auf bestem Weg der wärmste Januar seit 1881, dem Beginn der Wetteraufzeichnungen, zu werden.“