Wird es jetzt bald ungemütlich - oder wird der Dezember viel wärmer aus gedacht? Das Wetter bleibt ziemlich spannend... Foto: imago/Pop-Eye

Es ist die Frage aller Fragen, die momentan viele Menschen beschäftigt: Welche Kapriolen wird nach all den seltsamen Wetterphänomenen des Jahres jetzt wohl das Winterwetter schlagen? Seit Tagen versuchen die Meteorologen, sich mit ihren Vorhersagen zu übertreffen, doch die wechseln quasi stündlich. Der neueste Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung schockt nun richtig: Es könnte ein Extrem-Winter wie zuletzt vor elf Jahren drohen. Oder aber ein Frühling im Dezember…

Wetter Ende November: Kommt der Winter oder wird's wieder warm?

Schon das amerikanische Wettermodell überholt sich permanent. In seinem aktuellen Wetter-Video zeigt der Wetter-Experte eine Prognose, laut der in der kommenden Woche am Mittwoch Eiseskälte in 1500 Metern Höhe herrscht, weil sich die Polarluft zu uns schiebt.

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„Aber diese Prognose ist sehr, sehr unsicher“, sagt er. Denn: Am Abend zuvor sah das noch völlig anders aus. Da berechnete das Modell für den 1. Dezember eine Wärmeblase über Deutschland.

Der Wetterbericht von Meteorologe Dominik Jung.

Video: Youtube

„Man mag es kaum glauben – Temperaturen im süddeutschen Raum von bis zu 15, 16 Grad in 1500 Metern Höhe. Das würde uns fast schon Frühlingsgefühle bescheren, aber eben kein Winterwetter.“ Nur sechs Stunden später  dann die Prognose für Bibber-Kälte. „Null bis minus fünf Grad in 1500 Metern Höhe.“ Der Hauptlauf des amerikanischen Wettermodells, der für diese Vorhersagen herausgekramt wird, springe von Stunde zu Stunde, erklärt er.

Das Wetter Ende November: Kommt jetzt bald der Wintereinbruch?

Zumindest momentan beschäftigt uns die warme Luft in der Höhe noch – zwar werde es morgen etwas kühler, allerdings kommt die nächste Wärme-Welle auf uns zu, wird voraussichtlich am Wochenende nach Deutschland schwappen. Es ist der zweite Wärmeberg, der bereits vorhergesagt war – und danach wird es dann kühler. Laut Jung bewegen wir uns dennoch nah am langjährigen Klimamittel – laut Ensembleprognosen könnte es also erst einmal ein durchschnittlicher Einstieg in den Winter werden.

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Aber: Könnte es passieren, dass ein Extrem-Winter wie 2010 auf uns zurollt? „Nächste Woche gibt es bis Anfang Dezember immer wieder mal Vorstöße kalter Höhenluft. Diese bringt nass-kaltes Wetter“, sagt Jung.  „Dauerfrost und Schneedecke bis runter deutet sich aber nach aktuellem Stand einfach nicht an. Das war Ende November 2010 völlig anders. Da wurde es quasi über Nacht bis ganz runter dauerfrostig und es schneite. Kurzum: Ein massiver Wintereinbruch ist bis Anfang Dezember nicht in Sicht.“