Ein Arbeiter stöhnt im Straßenbau auf einer Baustelle bei 42 Grad Hitze.
Ein Arbeiter stöhnt im Straßenbau auf einer Baustelle bei 42 Grad Hitze. AFP/Philippe Lopez

Gluttemperaturen in Südeuropa, die nun auch in Deutschland für Extremtemperaturen sorgen: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnet für Mittwoch mit Höchstwerten, die in Berlin und Brandenburg „vereinzelt 40 Grad“ erreichen können. Bereits am Dienstag werden die Temperaturen auf bis zu 37 Grad in unserer Region steigen.

Hitze sogar in der Nacht: Der Asphalt war 40 Grad heiß

Viele Menschen können sich nicht in ihre kühle Wohnung zurückziehen, sondern arbeiten, als Kurierfahrer, Postboten oder Müllleute. So wie José Antonio González. Der 60-Jährige war in Madrid vorübergehend für die Stadtreinigung angestellt, berichtet El Pais. José galt als hilfsbereit, und so zögerte er nicht, als ihn ein Kollege am Freitag fragte, ob er nicht für dessen Frühschicht einspringen könnte. Die bereits um zwei Uhr morgens beginnende Schicht kam ihm sogar gelegen, denn so hätte er um zehn Uhr morgens Schluss und sogar noch etwas vom Tag gehabt.

Doch es kam ganz anders. Denn die glutheißen Temperaturen von bis zu 42 Grad kühlten selbst in der Nacht nur wenig herunter. Der Asphalt sei in der Nacht noch 40 Grad heiß gewesen, so die Zeitung. José hatte vorgesorgt: Zwei große Flaschen Wasser hatte er dabei, um nicht zu dehydrieren. Doch die körperlich harte Arbeit brachte seinen Körper rasch ans Limit. Drei Stunden nach Schichtbeginn war der Mann tot: Hitzschlag am frühen Morgen!

Hitzetod: Körpertemperatur über 41 Grad, Wiederbelebung gescheitert

Als die Rettungskräfte versuchten, den leblosen Mann wiederzubeleben, maßen sie eine Körpertemperatur von über 41 Grad. José Antonio González starb kurz darauf im Krankenhaus.

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Wenige Tage darauf, am Sonntag, gab es den nächsten Hitzetoten in einem Madrider Vorort: Ein Mann lief nur die Straße in dem Ort Torrejón de Ardoz entlang, als er plötzlich zusammensackte. Die Körpertemperatur betrug über 40 Grad. Versuche, den Mann wiederzubeleben, scheiterten. Insgesamt berichten die Behörden bereits von 1000 Menschen, die infolge der Brachial-Hitze aus Südeuropa in den vergangenen Tagen ums Leben gekommen seien.