Die Spitze des Berliner Fernsehturms verschwindet in einer Unwetter-Front. Das Wetter wird ziemlich chaotisch.
Die Spitze des Berliner Fernsehturms verschwindet in einer Unwetter-Front. Das Wetter wird ziemlich chaotisch. Annette Riedl/dpa

Heute ist der Siebenschläfertag. „Das Wetter am Siebenschläfertag noch sieben Wochen bleiben mag“, sagt eine bekannte Bauernregel. Aber stimmt das wirklich? Und noch schlimmer: „Ist der Siebenschläfer nass, regnet’s ohne Unterlass.“ Drohen uns nach heftigen Gewittern heute etwa sieben Wochen Dauerregen in den Sommerferien? KURIER verrät, wie das Wetter heute und in den kommenden Tagen wird und was an den vermeintlichen Gesetzmäßigkeiten der Natur wirklich dran ist.

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Wir haben es die ganze Woche mit schwülwarmen Luftmassen, heute auch heißen Luftmassen, zu tun. Die Höchstwerte klettern am Montag im Osten und Südosten auf 30 bis 36 Grad. Im Westen sind es teilweise nur 17 bis 20 Grad. Zwischen diesen Luftmassen kommt es heute zu heftigen Gewittern und auch Unwettern. Diese ziehen sich von Berlin-Brandenburg bis runter an die Alpen, rund um Schloss Elmau, wo heute der G7-Gipfel tagt. Auch dort werden heute Nachmittag wahrscheinlich noch dunkle Wolken mit Gewittern aufziehen.

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Wetter-Experte warnt vor Unwettern mit Tornados

„Die aktuelle Wetterwoche wird teilweise recht turbulent ausfallen. Schon die vergangene Nacht brachte stellenweise heftigen Regen. Heute wird es im Westen deutlich kühler als im Osten sein, dort sind bis zu 36 Grad rund um Berlin und Brandenburg drin. An der Luftmassengrenze bilden sich nachmittags von Berlin-Brandenburg bis in den Südosten Bayerns zum Teil heftige Schauer und Gewitter. Dabei gibt es ein recht hohes Unwetterpotenzial“, weiß Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

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Auch im Rest der Woche bleiben die schwülwarmen Luftmassen über Deutschland erhalten. Neben Sonnenschein gibt es immer wieder Schauer und zum Teil starke Gewitter mit Unwetterpotenzial. „Heute drohen bei besonders heftigen Unwettern auch Downbursts oder sogar Tornados. Hagel, Starkregen und Sturmböen sind auch zu erwarten“, so der Experte.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Montag: 22 bis 36 Grad, im Osten sehr heiß, im Westen kühler, mittendrin später Gewitter und Unwetter

Dienstag: 23 bis 29 Grad, meist freundlicher Mix aus Sonne und Wolken

Mittwoch: 23 bis 28 Grad, mal Sonne, mal Wolken, im Osten Schauer, sonst oft trocken

Donnerstag: 25 bis 34 Grad, heißester und sonnigster Tag der Woche, zum Abend Unwetter aus Westen

Freitag: 18 bis 28 Grad, Schauer und Gewitter

Samstag: 22 bis 28 Grad, viel Sonnenschein und trocken

Sonntag: 23 bis 29 Grad, schönes Sommerwetter

Wie wird das Wetter in Berlin und Brandenburg?

Die Menschen in Berlin und Brandenburg müssen sich zum Wochenstart auf Hitze und Gewitter einstellen. Der Montag beginnt zunächst laut Deutschem Wetterdienst sonnig und trocken. Im Laufe des Mittags zieht es sich von Westen aus zunehmend zu und ab Nachmittag ist vermehrt mit teils kräftigen Gewittern zu rechnen. Der Vorhersage zufolge werden lokal auch heftiger Starkregen, Hagel und Sturmböen von bis zu 100 Stundenkilometern erwartet. Die Höchstwerte liegen demnach zwischen 32 bis 36 Grad. In der Nacht sinken die Temperaturen dann auf 19 bis 15 Grad. Dem DWD zufolge ist nachts gebietsweise erneut mit Schauern und auch Gewittern zu rechnen.

Am Dienstag kehrt der Vorhersage zufolge etwas Ruhe in die Wetterlage ein. Der Tag beginnt demnach zunächst stark bewölkt, im Tagesverlauf kommt dann die Sonne raus. Nur in der Niederlausitz kann es laut der Vorhersage vereinzelt regnen und auch Gewitter geben. Die Höchstwerte liegen zwischen 26 bis 29 Grad. In der Nacht ist im Süden Brandenburgs mit Schauern und Gewittern zu rechnen. Die Temperaturen sinken auf Werte zwischen 19 bis 14 Grad.

Am Mittwoch werden dem DWD zufolge erneut teils kräftige Schauer und Gewitter erwartet. Die Temperaturen steigen auf Höchstwerte zwischen 27 bis 32 Grad.

Wetter-Chaos am Siebenschläfertag – was droht uns für den Sommer?

Zurück zum Siebenschläfer. Ehrlich gesagt ist dem Sommer das Wetter an diesem Tag völlig egal. „Wenn man dieser Regel Glauben schenkt, dann sieht es in diesem Jahr nach einem sehr warmen bis schwülwarmen Sommer aus, der immer wieder Gewitter und Unwetter bringen wird“, so Wetterexperte Dominik Jung.

Aber: Sämtliche Wettermodelle rechnen nicht mit einem Hitzesommer. Juli und August sollen lediglich etwas wärmer als üblich ausfallen. Sonst sind keine großen Abweichungen zu erwarten. Klar kann es einzelne Hitzetage geben, aber wochenlange Hitzewellen sind eher unwahrscheinlich. Allerdings sieht es auch nicht nach viel Regen aus. Die Trockenheit könnte somit in diesem Sommer zum größten Problem werden!