Die klirrende Kälte bleibt uns laut Wetter-Experten noch einige Tage erhalten.
Die klirrende Kälte bleibt uns laut Wetter-Experten noch einige Tage erhalten. Harald Tittel/dpa

Wir wünschen uns weiße Weihnachten. Und derzeit scheint es, als würde das Wetter diesen Wunsch erhören. Doch wer denkt, nur weil es jetzt eisig kalt ist und ab und zu ein paar Flocken vom Himmel kommen, können wir auf Winter-Wunderland-Wetter zum Heiligen Abend hoffen, der täuscht sich gewaltig. Denn nach dem Wetter-Thriller mit Kaltluft-Batzen und brisanter Unwetterlage folgt der nächste Wetter-Schock: Anfang nächster Woche werden 14 Grad erwartet.

Lesen Sie auch: Irre Wetter-Warnung: Monster-Kältewelle sorgt für rabiaten Temperatur-Absturz um über 30 Grad! >>

„Wir haben es mit einer markanten Wetterlage zu tun. Es hat sich eine Luftmassengrenze gebildet. Da ist auf der einen Seite die polare Bestandsluft. Die wird angegriffen von milden Luftmassen, die versuchen, die zu unterwandern. Das klappt nicht“, klärt Wetter-Expertin Kathy Schrey von wetter.net den Kampf an der Wetter-Front.

Lesen Sie auch: Erkältungen vorbeugen? Deshalb stärkt Sex unser Immunsystem – wenn wir es SO OFT tun >>

Lesen Sie auch: Endlich frei! So geht es Boris Becker wirklich – und so geht es jetzt für ihn weiter >>

Warnung der Wetter-Expertin 

Deshalb bilde sich eine scharfe Grenze, die im Süden Deutschlands verläuft. „Entlang dieser Grenze muss man mit gefrierendem Regen und Eisregen rechnen. Oberhalb der Grenze wird es schneien, unterhalb regnen. Der Boden ist frostig kalt. Die Straßenverhältnisse werden katastrophal ausfallen“, weiß Kathy Schrey. Das gelte vor allem für den Süden. Und bis zum 4. Advent.

Lesen Sie auch: Salz ist nicht gleich Salz! DARAUF sollten Sie beim Kauf unbedingt achten - Ihrer Gesundheit zuliebe >>

Im Norden rechnet die Wetter-Expertin hingegen mit richtig schönem Winterwetter zum Wochenende. Allerdings bleibt es knackig kalt. In der Nacht zu Freitag fallen die Temperaturen wieder in den zweistelligen Minusbereich. Tagsüber werden kaum mehr als minus 3 Grad erreicht.

Kein Winter-Wunderland-Wetter zu Weihnachten

Und dann? Die Expertin zückt eine Wetterkarte vom  kommenden Dienstag, vier Tage vor Weihnachten. „Da sieht das alles deutlich anders aus. Nichts mehr mit kalter Luft. Bis zu 14 Grad werden uns am Dienstag entlang der Alpen erreicht haben. Da kommt wohl ein nächster Wetter-Thriller auf uns zu“, erklärt Kathy Schrey. Sieht dann wohl eher doch nicht nach weißen Weihnachten aus.

„Nach aktuellem Stand stehen die Zeichen auch in diesem Jahr eher wieder auf grüne statt weiße Weihnachten, obwohl es aktuell so winterlich ist. Doch genau in den Tagen vor Weihnachten wird es mal wieder mild und zwar extrem mild“, bestätigt auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung, Geschäftsführer beim Wetterdienst Q.met, gegenüber dem Wetterportal wetter.net.

So wird das Wetter in den kommenden Tagen

Donnerstag: -2 bis +2 Grad, Mix aus Sonne, Wolken und etwas Schnee oder Sonnenschein.

Freitag: -3 bis +1 Grad, mal Sonne, mal Wolken, im Süden Schneefall.

Samstag: -5 bis 0 Grad, kalt, ab und zu Sonnenschein.

Vierter Advent: -5 bis +3 Grad, kalt, zum Abend aus Westen milder und Eisregen.

Montag: 3 bis 10 Grad, mild, nass und windig.

Dienstag: 6 bis 14 Grad, mild, stürmisch und Regen.

Mittwoch: 7 bis 13 Grad, durchwachsen, weitere Schauer.

Donnerstag: 3 bis 7 Grad, Regenschauer, weiter oben Schneeregenschauer.

Freitag: 2 bis 6 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, einzelne Schauer.

Heiligabend: 3 bis 8 Grad, wechselhaft, einzelne Schauer.

Erster Weihnachtstag: 4 bis 8 Grad, mal Sonnenschein, mal Wolken, trocken.

Zweiter Weihnachtstag: 5 bis 8 Grad, kaum Wetteränderung, Sonne und Wolken im Wechsel.

Lesen Sie auch: Irre Aussichten beim Wetter: Weiße Weihnachten möglich? Experte spricht von minus 24 Grad am 25. Dezember >>

Wetter in Berlin und Brandenburg: Glätte und Frost am Donnerstagmorgen

Die Menschen in Berlin und Brandenburg sind am Donnerstagmorgen zur Vorsicht aufgerufen. Am Morgen kommt es zu dichten Nebelfeldern und Glätte durch Reifbildung, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Donnerstag mitteilte. Demnach werde nach dem örtlichen Nebel und der Glätte ein teils heiterer, teils wolkiger Mittag mit Dauerfrost erwartet. Die Temperaturen liegen zwischen minus vier und minus einem Grad.

In der Nacht zu Freitag ziehen immer mehr Wolken auf, die besonders im Norden von Brandenburg für Schneeregen sorgen. Die Tiefstwerte liegen zwischen minus sechs Grad in der Prignitz und minus zwölf Grad in der Niederlausitz. Am Freitag bleibt es laut DWD trocken, bei Temperaturen zwischen minus drei und minus einem Grad.