Ein Radlader schiebt Unmengen von Hagelkörnern beiseite. dpa/Davor Knappmeyer

Wetter verrückt!  Im Allgäu ist bei Unwettern so viel Hagel gefallen, dass es aussieht, als hätte es massiv geschneit. Und das im Juni!

Am Pfingstsonntag sind schwere Gewitter und starke Windböen über das Allgäu gezogen. Örtlich gingen teils heftige Hagelschauer nieder, hieß es von Polizei und Feuerwehr.

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Im Bereich des Landkreises Lindau sah es mancherorts so aus, als habe es geschneit: Straßen und Plätze lagen unter einer dicken weißen Hagelschicht, zur Beseitigung war unter anderem ein Radlader im Einsatz. Zudem habe es Meldungen zu umgestürzten Bäumen gegeben, hieß es von der Polizei. Es sei möglicherweise mit noch mehr Schäden zu rechnen, da weitere Gewitter in der Region vorhergesagt wurden.

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Weiler im Allgäu versinkt im Hagel-Winter. dpa/Davor Knappmeyer

Wetter soll sich wieder beruhigen

Zum Start in die neue Woche soll sich das Wetter wieder beruhigen. „Am Pfingstmontag wird die feuchtwarme Luft größtenteils aus Deutschland abgedrängt, einzig am Alpenrand halten sich noch Reste davon, sodass es dort am Nachmittag wieder ein paar Gewitter geben kann“, sagte Marcus Beyer vom Deutschen Wetterdienst (DWD). Auch im Rest des Landes gebe es eine deutliche Wetterberuhigung.

Am Montag ziehen den Prognosen zufolge im Osten und Nordosten die Niederschläge ab. Im Nordwesten und Norden bleibt der Himmel stärker bewölkt und es kann etwas Regen geben. In Südbayern ist es laut DWD zunächst länger sonnig, am Nachmittag können Schauer und einzelne Gewitter auftreten. Die Höchstwerte erreichen in der Nordwesthälfte 18 bis 24 Grad, in der Südosthälfte 23 bis 27 Grad.

Eine Frau versucht ein Auto aufzuschließen, das am Rand einer von Hagelkörnern bedeckten Straße steht. dpa/ Davor Knappmeyer

Südlich der Donau fällt Regen

Am Dienstag zeigt sich der Himmel demnach wechselnd bis stark bewölkt, im Nordwesten und im westlichen Mittelgebirgsraum werden einzelne Schauer erwartet. Südlich der Donau bleibt es vielfach bedeckt mit schauerartig verstärkten und länger andauernden Niederschlägen und einzelnen Gewittern. Die Temperaturen erreichen im Nordwesten und am Alpenrand 17 bis 20 Grad, sonst 20 bis 24 Grad. Dazu weht ein schwacher bis mäßiger westlicher Wind und an der Nordsee werden einzelne Windböen erwartet.

Am Mittwoch ist es in der Osthälfte laut den Meteorologen wechselnd wolkig mit längeren sonnigen Abschnitten. In der Westhälfte verdichten sich die Wolken, dort werden für den Nachmittag schauerartige Niederschläge vorhergesagt, vereinzelt auch Gewitter mit Starkregen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 20 bis 25 Grad, im Umfeld der See und im höheren Bergland 16 bis 20 Grad.