Kleine Flöckchen Unter den Linden: Es ist eines der wenigen Schneefotos aus dieser Berliner Wintersaison. Foto: imago-images/Anedreas Gora

Wir hatten in weiten Teilen Deutschlands schon nicht wirklich weiße Weihnachten - und auch kein weißes Silvester. Doch am verlängerten Neujahrswochenende könnte es zumindest für ein paar mehr Menschen endlich so weit sein. Wenn auch längst nicht für alle. 

Die Wetterlage in Deutschland ist derzeit kompliziert. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) deuten die Zeichen aktuell weder auf einen Kälteeinbruch noch auf eine deutliche Abmilderung der Temperaturen. Zumindest in höheren Lagen sorge hereinströmende Polarluft für „ein brauchbares Winterfeeling“. Doch die Grenze liegt an diesem Wochenende wohl bei etwa 400 Metern.

Neben der Polarluft strömt aufgrund von Mittelmeertief „Lisa“ auch feuchte Luft zu uns. „Das führt zu verbreiteten, meist aber leichten Niederschlägen, die im Bergland durchweg als Schnee fallen, sonst aber auch zeitweise mit Regen vermischt sind“, so der DWD.

Lesen Sie auch: Deutschland braucht bald mehr Import-Strom >>

Doch in den meisten Gebieten wird, was als Schnee herunterkommt, nicht liegenbleiben. Dafür sind die Temperaturen der Luft und des Bodens schlicht nicht niedrig genug. So ist am Sonntag in Berlin tatsächlich Schneefall angekündigt, doch bei Temperaturen minimal über dem Gefrierpunkt dürfte das die Stadt nicht gerade in ein Winterwunderland verwandeln. Im Gegenteil: Was herunterkommt reicht zwar nicht aus, um einen Schneemann zu bauen oder einfach verträumt am Fenster zu sitzen - aber sehr wohl dafür vor allem in den Nächten für verdammt glatte Straßen zu sorgen. 

Während sich in Brandenburg ein ähnliches Bild wie in Berlin bietet, könnte in der Nacht von Samstag auf Sonntag immerhin in Sachsen ein bisschen Schnee liegen bleiben. Wer den sehen - und nutzen - will, muss aber früh aufstehen. Denn im Laufe des Vormittags verwandelt sich der Schnee auch hier in Schneeregen - und örtlich schlichten Regen. Und den braucht eigentlich so gar keiner.