Eine Studie zeigt, wer im Netz hasserfüllt ist, ist es oft auch im wahren Leben. Imago/Thomas 

Internet-Trolle sind nicht nur anonym auf den sozialen Netzwerken Fieslinge. Auch im wahren Leben erweisen sich diese Leute als echte „Hater“ und begehen offenes Mobbing gegen Andersdenkende. Das ergab jetzt eine Studie, die im US-Fachjournal American Political Science Review veröffentlicht wurde.

Dänen-Studie zeigt: Wer online Hass verbreitet, ist auch offline fies

Die Forscher der Aarhus Universität hatten für ihre Studie Umfragen aus Dänemark und Amerika ausgewertet. Studienleiter Alexander Bor: „Es gab bislang immer die Theorie, dass Menschen, die dir auf der Straße eher nett begegnen, dann online zu abartig garstigen Trollen werden. Unsere Studie hat das widerlegt. Die schlimmsten Online-Trolle sind genauso hasserfüllt und bösartig, wenn sie mit dir von Angesicht zu Angesicht auf der Straße reden.“

Ein weiterer Trend, den die Studie feststellte: Immer weniger moderate und nette Menschen beteiligen sich noch an politischen Diskussionen in Online-Foren. Weil sie mit den hasserfüllten Attacken anderer nicht umgehen können oder wollen. Dadurch schaukeln sich die übrig gebliebenen, aggressiven Internet-Streithähne gegenseitig hoch. Das trägt dann wiederum dazu bei, dass der feindselige Ton in den öffentlichen politischen Diskurs getragen wird.