Das Fiddleheads Café in Mendocino von innen  Facebook

Trotz niedriger Corona-Inzidenzwerte in Kalifornien muss man laut Gesetz in Restaurants und Cafés eine Gesichtsmaske tragen, bis man am Tisch sitzt. Ein kontroverser Café-Besitzer aus Mendocino protestiert dagegen. Chris Castleman droht Gästen mit fünf Dollar Strafzahlung, wenn sie es wagen, mit Mund-Nasen-Schutz hereinzukommen oder „laut damit angeben, geimpft zu sein.“

Lesen Sie auch: Nach gescheitertem Vorstoß aus Niedersachsen: Wann fällt endlich die Maskenpflicht? >>

Der Besitzer des „Fiddleheads Cafés“ hatte bereits im letzten Jahr Negativschlagzeilen gemacht. Er zwang seine Angestellten, trotz Corona-Auflagen keine Maske zu tragen. Gästen, die ihre Gesichtsmaske vorm Restaurant in den Müll warfen, versprach er 50 Prozent Rabatt. Die Behörden von Mendocino County verdonnerten ihn zu 10.000 Dollar Strafe. Anstatt die Vorlagen zu erfüllen, schloss Castleman sein Café und entließ seine sieben Angestellten. Der örtlichen Zeitung The Press Democrat sagte er dazu: „Ich werde niemanden zwingen, sein Lächeln zu verstecken. Oder ihnen die Freiheit nehmen, atmen zu können.“

Yelp
Das Fiddleheads Café in Mendocino, Kalifornien

Lesen Sie auch: China-Virus und indische oder südafrikanische Variante: Warum die Corona-Namen ein Problem sind >>

Besitzer des „Fiddleheads Cafés“ ist ein Lockdown-Gegner

Der Lockdown-Gegner machte Mitte März wieder auf. Mit großen Schildern an der Tür und im Fenster: „Für das Tragen einer Maske berechnen wir fünf Dollar extra.“ Und darunter: „Eine Extragebühr von fünf Dollar wird dafür veranschlagt, wenn Gäste sich damit brüsten, dass sie geimpft sind.“ Dazu werden die Gäste gewarnt, dass man in seinem Restaurant „das Recht hat, zu atmen, näher als zwei Meter an einem dran zu sein, nicht geimpft zu sein und unabhängig zu denken.“ Wer damit Probleme hat, dem empfiehlt der Besitzer, woanders hinzugehen.

Castleman behauptet, dass bereits über 100 Gäste freiwillig die fünf Dollar berappt haben: „Ich habe ihnen nämlich gesagt, dass ich alle Strafgelder spenden werde. An lokale Wohltätigkeitorganisationen, die sich um die Opfer von häuslicher Gewalt, Selbstmord und Armut durch den Regierungs-Lockdown kümmern“. Dass die Mehrheit von potenziellen Gästen gar nicht erst in sein Café kommt, ist ihm egal: „Sollen sie sich eben aufregen. Ich mach mein Ding, die sollen ihr eigenes machen.“

Lesen Sie auch: Mehr aktuelle Nachrichten und Geschichten aus dem Ressort Panorama >>

Andere Restaurants und Cafés der Umgebung sind stinksauer über ihren durchgeknallten Nachbarn. Meredith Smith, die Besitzerin des „Medoncino Cafés“, schimpft über Castleman: „Mein Restaurant ist direkt gegenüber von ihm und wir werden ständig verwechselt und beschimpft. Oder es kommen die selbe Art von Querulanten, wie er es ist, und werden aggressiv, weil wir uns an die Maskenvorschriften halten.“